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IRAN-Buch: Beeindruckende Buchpremiere mit intensiver Diskussion - 28.10.2009 - von kh
Es begann um 19:30 Uhr, der Saal im Haus der Russischen Kultur in der Berliner Friedrichstraße war sehr gut gefüllt, die Atmosphäre geprägt von erwartungsvoller Spannung. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Jürgen Elsässer und Shayan R. Arkian haben für ein neues Buch die wichtigsten Lügen der Kriegspropaganda aufgearbeitet und ihre Ergebnisse am gestrigen Abend einem breiteren Publikum (ca. 100 Gäste) vorgestellt. Herr Arkian lehrt an der Universität im iranischen Qum und konnte als Insider direkt über das Leben im Land, die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung sowie die angebliche (!) Fälschung der Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 berichten. Insbesondere Elsässer machte auf seine Beobachtungen in der Antikriegsberichterstattung seit den 90er Jahren (Jugoslawien, Serbien, Afgahnistan, Irak) aufmerksam, dass die Medien eine eminent wichtige Rolle spielen in der medialen Vorbereitung der Bevölkerung auf einen anstehenden Krieg und es meist auf den Trigger-Event ankomme, der die Stimmung in Richtung pro Krieg kippen lässt. Angereichert wurde der Abend durch fundierte Wortmeldungen aus dem Auditorium, wo u. a. der ehemalige ARD-Korrespondent Christoph Hörstel aus seiner täglichen Arbeit schöpfen konnte und Hintergründe sowohl zu CIA-gesteuerten Oppositionsgruppen als auch etwas zu den Öl- und Erdgaspipelines preisgab. Denn über dem gesamten Abend stand die bange Frage: Warum soll der Iran angegriffen werden? Was sind die ökonomischen Gründe für eine solche Intervention. Und eine weitere düstere Prognose begleitete Gäste und Auditorium: Bei einem Iran-Krieg wird es keine große und einheitliche Solidaritätsbewegung mit dem Iran geben, wie es sie noch vor dem Irakkrieg 2003 ("Not in our name") gab... Nach zweieinhalbstündiger Diskussion und einem Stakkato von Fakten und Hintergrundwissen waren sich die meisten Besucher mit den Veranstaltern einig: Eine solche Veranstaltung, wo aus einer anderen Sichtweise über aktuelle Themen berichtet und fundiert diskutiert wird, muss es wieder geben! Quelle: Verlag |
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