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Die Pearl Harbor Lüge

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 Jürgen Cain Külbel: Mordakte Hariri im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

Startseite > Gesamtverzeichnis > Zeit- und Militärgeschichte > Mordakte Hariri > Pressespiegel

Mordakte Hariri
von
Jürgen Cain Külbel
Unterdrückte Spuren im Libanon
312 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2006
Zeit- und Militärgeschichte Band 34, 18.00 €
Bestell-Nr. 08034
Direkt beim Verlag bestellen

PRESSESPIEGEL


| Neues Deutschland |

Heinz-Dieter Winter schrieb in Neues Deutschland am 27.04. 2006

Opfer einer tödlichen Intrige

Die Akte des am 15. Februar vergangenen Jahres ermordeten libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri ist noch nicht geschlossen. Wer waren die Attentäter? Wer die Hintermänner? Der studierte Kriminalist Jürgen Cain Kübel sieht die Objektivität der bisherigen Untersuchung »von Beginn an durch einseitige Parteinahme verletzt«. Sie verstößt »gegen die grundlegende Regel, das Verbrechen allseitig und umfassend aufzuklären«. Kübel vermeidet Schuldzuweisungen. Er schließt auch syrische Beteiligung – denn die Sicherheitsorgane Syriens hatten ja wirklich in Libanon das Sagen – als Möglichkeit nicht ausdrücklich aus. Sie erscheint aber nach dem Lesen seines Buches wenig plausibel. Sein Anliegen ist es, auf bisher unterdrückte Spuren, die zu den Drahtziehern des Attentats führen könnten, aufmerksam zu machen.
Der Politik der USA und des anti-syrischen Lagers in Libanon kam dieses schreckliche Ereignis sehr zupass, um einen enormen Druck auf Syrien auszuüben. Dieser führte zum Abzug der syrischen Armee aus Libanon. Syrien selbst droht Destabilisierung. Es hat am meisten an den Folgen dieses schrecklichen Ereignisses zu tragen. Cicero pflegte in einem solchen Fall zu fragen: »Cui bono?
Als Mitte März die von der UNO eingesetzte Untersuchungskommission, nun nicht mehr von dem deutschen Rechtsanwalt Detlef Mehlis, sondern von dem Belgier Serge Brammertz geleitet, dem UNO-Sicherheitsrat ihren dritten Bericht vorlegte, waren deutlich neue Akzente zu erkennen. Dieser Bericht verzichtete im Unterschied zu vorhergehenden auf dubiose Zeugenaussagen und Spekulationen. Ebenso auf die (vorschnelle) Schlussfolgerung (von Mehlis), dass das Attentat nicht ohne Wissen der syrischen und libanesischen Sicherheitsdienste durchgeführt werden konnte. Ohne die syrische Seite zu entlasten, bescheinigt er ihr Bereitschaft zur Zusammenarbeit bei der Aufklärung des Verbrechens. Der neue Bericht bewertet das Attentat als eine höchst komplexe terroristische Operation, deren Planung und Durchführung ein sehr hohes Maß an Professionalität erforderte. Diese Feststellung wird durch Recherchen von Kübel illustriert. Beispiel: Die Attentäter verfügten über eine Technik, die die leistungsfähige Elektronik der Störsender des Konvois von Hariri, die normalerweise jede Handyfernzündung von Bomben verhindern, außer Kraft zu setzen vermochte. Diese ist, so Kübel, bei einer israelischen Firma erhältlich, deren Spezialisten vor einigen Jahren noch im israelischen Geheimdienst tätig waren.
Der besondere Wert des Buches besteht in der Offenlegung eines bis in die Tage des libanesischen Bürgerkrieges zurückreichenden, vielfach in sich verschlungenen Netzwerkes libanesischer Exilorganisationen, amerikanischer Neokonservativer und des israelischen Mossad. Seit Jahren wird von jenen das Ziel verfolgt, in Libanon einen Umsturz herbeizuführen und die syrische Präsenz zu beenden. Umtriebige Schlüsselfiguren sind Nagy N.Najjar, der der »Government of Free Libanon« (Regierung eines freien Libanon) in Washington angehört, und Ziad K. Abdelnour, der 1997 zusammen mit US-Neokonservativen und Sympathisanten der israelischen Likoud-Partei das »United States Committee for a Free Lebanon« (USCLF) gegründet hatte. Dessen Mitglied ist auch Paula Dobriansky, US-amerikanische Unterstaatssekretärin, die im Februar 2005 den Begriff »Zedernrevolution« geprägt hat. Zwei Jahre zuvor hatte Abdelnour im Gleichklang mit Plänen der Bush-Administration zum Regimewechsel in Libanon aufgefordert: »Ich habe keine andere Tagesordnung, als mein Heimatland zu befreien und den Libanon zu einer Bastion des Kapitalismus und der Demokratie im arabischen Mittleren Osten zu machen; ein Leuchtturm für die besten und hellsten Kapitalisten und Demokratisierer in der Region.« Abdelnour hat Kontakte zu den eng mit Israel kollaborierenden »Guardians of the Cedars« und der Libanese Front, beide wegen ihrer besonders schweren Verbrechen im libanesischen Bürgerkrieg im Lande selbst nicht mehr geduldet.
Rafik Hariri, der mit vier Milliarden Dollar reichste Mann Libanons, war mit seinen nationalen Ambitionen gewiss nicht die Option jener Kreise. Er unterhielt enge Beziehungen zu Syrien. Bei einer erneuten Übernahme des Postens des Premiers durch ihn hätte sich das bisherige Verhältnis Libanons zum Nachbarland kaum geändert. Das war weder im Interesse der antisyrischen Opposition in Libanon noch der einflussreichen Exilorganisationen in den USA. Musste Hariri deshalb sterben?
Jedenfalls wurde der Mordanschlag kurzerhand Syrien angelastet – mit weitreichenden Folgen, von denen sich die genannten Kreise viel versprechen. Ein der Wahrheitsfindung verpflichteter Ermittler dürfe jedoch, so Kübel, nicht ausschließen, dass das Attentat auf Hariri von ganz anderen Schlüsselfiguren einer internationalen Intrige heraus geplant und exekutiert worden ist. Sein Fazit: Die politischen und ökonomischen Ziele der gegenwärtigen USA-Administration im Nahen und Mittleren Osten decken sich mit den politischen und ökonomischen Interessen der im Exil lebenden libanesischen Opposition.

Jürgen Cain Kübel: Mordakte Hariri – unterdrückte Spuren. Kai Homilius Verlag, Berlin 2006. 311 S. geb., 18 EUR.

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