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Die Pearl Harbor Lüge

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 William Blum: Schurkenstaat im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

Startseite > Gesamtverzeichnis > Zeit- und Militärgeschichte > Schurkenstaat > Pressespiegel

Schurkenstaat
von
William Blum, übersetzt von Herbert Kranz
376 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2006
Zeit- und Militärgeschichte Band 30, 19.95 €
auch verfügbar als: Softcoverausgabe

Bestell-Nr. 08030
Direkt beim Verlag bestellen

PRESSESPIEGEL


| Neues Deutschland |

Karl Drechsler schrieb in Neues Deutschland am 13.07. 2006

Wenn Gott ein Telefon hätte ...William Blum entlarvt den Schurkenstaat

Unter dem Code-Namen ECHELON betreibt die National Security Agency (Behörde für die Nationale Sicherheit) der USA ein riesiges, hochautomatisiertes Netzwerk von Abhörstationen. Wie von einem »Mammutstaubsauger am Himmel« wird – in Kooperation mit entsprechenden Einrichtungen Großbritanniens, Neuseelands und Kanadas – alles aufgenommen, was weltweit in irgend einer Form Informationen übermittelt. Dazu dienen Satelliten, die ständig die Erde umkreisen und mit Hochleistungscomputern verbunden sind. Von diesem gigantischen System wird täglich eine unglaublich hohe Zahl von Nachrichten abgehört, in komplizierten High-Tech-Operationen nach ihrem Informationsgehalt sortiert und ausgewertet. Ausspioniert werden u. a. Präsidenten und Ministerpräsidenten, der Generalsekretär der Vereinten Nationen und der Papst, einfache Bürger und Prominente, Freund und Feind. Hätte Gott ein Telefon, meint der Autor sarkastisch, würde das auch überwacht werden.
Der 72-jährige William Blum arbeitete eine Zeit lang für das amerikanische Außenministerium. 1967 gab er aus Protest gegen den Vietnamkrieg diese Arbeit auf. In der Folgezeit gehörte er zu den Gründern und Herausgebern der Washington Free Press, der ersten »alternativen« Zeitung in der Bundeshauptstadt. Als freischaffender Journalist veröffentlichte er den Bestseller »Killing Hope: US Military and CIA Interventions Since World War II« und »West-Bloc Dissident: A Cold War Memoir«. Er gilt als solider Kenner der amerikanischen Administration und akribischer Rechercheur.
Blum greift den von Präsident George W. Bush geprägten Begriff vom »Schurkenstaat« auf und weist nach, dass sein Heimatland selbst dafür alle Kriterien erfüllt. In und von diesem Staat, der einmal als Hort der Demokratie galt, werde gefoltert und gemordet, werden Wahlen gefälscht und die Menschenrechte mit Füßen getreten, werde die öffentliche Meinung immer raffinierter manipuliert. Freiheit und Demokratie, die anderen Ländern, wenn nötig, auch mit Waffengewalt gebracht werden sollen, seien längst nur noch leere Worthülsen.
Mehr als 15 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges geben die USA immer noch vor, andere Länder und Völker vor allen möglichen, von ihnen selbst ausgemachten Gefahren schützen zu müssen. Zwischen 1945 und 2005 haben die Vereinigten Staaten – wie der Autor detailliert ausführt – meist mit, teilweise ohne Erfolg versucht, 50 fremde Regierungen zu stürzen, zahlreiche ausländische Politiker zu ermorden und mehr als 30 nationale Befreiungsbewegungen zu unterdrücken, die gegen unerträgliche politische Regimes kämpften. Dabei kamen mehrere Millionen Menschen ums Leben. Weitere Millionen wurden durch das amerikanische Vorgehen und dessen Folgen zu Not und Elend verurteilt. Vor der eigenen Bevölkerung werden militärische Interventionen sowie politischer und militärischer Druck im Ausland damit gerechtfertigt, dass sie der nationalen Sicherheit der USA dienten und letztlich auch den Interessen der betroffenen Völker entsprächen. Wie Blum schreibt, wachsen fast alle Bürger der USA in einer Umgebung auf, in der sie lernen: Du sollst nicht töten, du sollst nicht vergewaltigen, du sollst möglichst keinen Beamten bestechen und keine Steuern hinterziehen. Was sie jedoch nicht lernen, ist: Du sollst keine ausländischen Regierungen stürzen, keine Revolutionen unterdrücken und keine Bomben auf andere Länder werfen.
Der amerikanische Außen-, Sicherheits- und Militärpolitik geht es keineswegs um die Verbreitung von Freiheit und Demokratie, wie amerikanische Regierungen immer wieder behaupten. Die eigentlichen Ziele Washingtons lassen sich nach Meinung des Autors in drei Punkten zusammenfassen: Die Welt soll »offen« für die Globalisierung, für die Interessen der amerikanischen Wirtschaft gemacht werden. Das Entstehen jeder Gesellschaft, die möglicherweise als Alternative zum kapitalistischen Modell gelten kann, ist zu unterbinden. Es muss alles getan werden, um eine Konstellation der internationalen Szenerie zu verhindern, in der eine Macht oder eine Kombination von Mächten die globale Vorherrschaft der USA bedrohen.
Im Klappentext des Verlages heißt es: »Ein bewegendes, ein ehrliches Buch. Und bedrückend dazu.« Dem ist nichts hinzuzufügen. Nur soviel: Es sollte gelesen werden, nicht nur von jenen, die gegen Bushs Besuch am heutigen 13. Juli in Stralsund protestieren.

William Blum: Schurkenstaat. Kai Homilius Verlag, Berlin 2006. 369 S., geb., 19,90 EUR.

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