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Zionismus und Faschismus  Original Titel: The Zionism in the Age of the Dictators von Lenni Brenner, übersetzt von Verena Gajewski Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten 368 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2007 Zeit- und Militärgeschichte Band 21, 24.80 €
Vorwort von: Dieter Elken 
Aktuelle Rezension Rosemarie Müller-Streisand schrieb in Weißenseer Blätter am 15.01. 2005 die Rolle, die Walters bei der Vorbereitung jeder Konterrevolution spielte Das Buch ist eine Gemeinschaftsarbeit.
Ernst Langrock, von Hause aus Naturwissenschaftler, wurde auf die Rolle nicht
nur des US-amerikanischen Geheimdienstes, sondern speziell Vernon Walters
durch das Buch "Das RAF-Symptom" von Wisnewski, Landgraeber und
Sieker aufmerksam, die die Rolle der RAF bei der Ermordung von Herrhausen
und Rohwedder in Frage stellten Als Mitglied der Redaktionskommission der
Reihe "Spurensicherung" lernte Langrock Klaus Eichner kennen, der
seit 1974 in der HVA des MfS tätig gewesen und seit 1987 bis zu dessen
Auflösung Leiter des Bereichs Auswertung/Analyse der Abt IX (Gegenspionage)
war. Langrock gelang es, Eichner der ja aus der Zeit vor 1990 genügend
Material kannte, für das Thema Vernon Walters zu interessieren. So entstand
dieses Buch.
Ziel war es herauszustellen, "was für ein US-amerikanischer Experte
der Destruktion und Infiltration die Fäden an einem der schicksalsträchtigsten
Vorgänge von Bonn aus zog" (S. 14 f.) Denn Vernon Walters war vom
Präsidenten der USA mit den Worten "Dort wird es um das Ganze gehen",
gebeten worden, ab April 1989 als Botschafter der USA in Bonn zur Verfugung
zu stehen. Dieser Präsident aber war George W. Bush, der frühere
CIA-Direktor.
Und Vernon Walters war von 1972-76 stellvertretender Direktor eben dieses
US-amerikanischen Geheimdienstes, inzwischen eigentlich bereits im Ruhestand.
Aber Anfang 1989 definierte er die ihm zugedachte Rolle selbst zutreffend:
„Ich werde nicht geschickt, wenn ein Erfolg wahrscheinlich ist. Eine
meiner Hauptaufgaben ist es, die Letzte Ölung zu geben, kurz bevor der
Patient stirbt." (S.19)
Das Buch stellt ausführlich die Rolle dar, die Walters, stets persönlich
anwesend, bei der Vorbereitung jeder, aber auch wirklich jeder Konterrevolution
auf der ganzen Welt spielte: sei es der Sturz Mossadeghs im Iran 1953, die
Beseitigung Goularts in Brasilien 1964, der Sturz und die Ermordung Allendes
in Chile 1973, die Liquidierung der "Nelkenrevolution" in Portugal
1974, der Aufbau konterrevolutionärer Kräfte in Angola 1975, die
Hilfe für die Reaktion in Guatemala 1981/85, die Unterstützung der
Contras in Nikaragua ab 1981 oder die
höchstpersönliche Beratung von Papst Woytila zugunsten der Solidarnosc
ab 1980, bis er 1985-1988 UNO-Botschafter. der USA wurde.
Und nun fragen die Autoren mit vollem Recht: „Allein der Einsatz des
Geheimdienst-Generals mit über dreißig Jahren Fronterfahrung bei
der weltweiten Durchsetzung der amerikanischen Interventionspolitik, Vernon
Walters, als Botschafter in Bonn, hätte in der Führung der KPdSU
und des KGB die Alarmglocken schrillen lassen müssen." (S. 165)
Aber, fragt sich der Leser, warum nur in der Führung der KPdSU und des
KGB, warum nicht in der Führung der SED und des MfS? Kein Ton darüber.
Stattdessen eine wenig befriedigende Analyse der DDR-Niederlage: „Die
USA haben seit 1945 immer wieder versucht, die 'Satelliten' der Sowjetunion
herauszubrechen, innere Unruhen zu erzeugen oder zu nutzen, nationale und
religiöse Gefühle zu verstärken, wirtschaftlichen Druck auszuüben,
also das ganze Programm der psychologischen Kriegführung und subversiver
Aktivitäten abzuspulen: Das ist ihnen über Jahrzehnte hin nicht
oder nur in Ansätzen gelungen - aber auf
einmal funktioniert diese Strategie und führt zum Kollaps des realsozialistischen
Systems in Europa: Die Strategie war nicht neu und auch nicht besonders originell,
die Akteure waren auf westlicher Seite oftmals noch die gleichen bzw. mit
der gleichen Denkart ausgestattet.
Das gehört zu den Fragen über die Ursachen des Zusammenbruchs des
Realsozialismus in Europa. Unsere Recherchen zeigen im historischen Abriss
die gewaltigen Anstrengungen der imperialistischen Seite, ihre Ziele durchzusetzen.
Wir sind aber nicht so lebensfremd, dass wir diese Aktionen als die alleinigen,
nicht einmal als die bedeutenderen Ursachen des Scheiterns des Sozialismus
in Europa ansehen. Die Zuspitzung der Widersprüche im Inneren der Sowjetunion
und der anderen RGW-Staaten öffneten die Einfallstore für die westliche
'Grand Strategy'. Die Verschärfung der inneren Widersprüche wurde
sowohl durch das halsstarrige Festhalten der alten Parteibürokraten an
alten und falschen Methoden begünstigt, aber ebenso durch die inkonsequenten
Vorstellungen der 'Reformer', die meist nur mit pragmatischen Ansätzen
ohne eine durchdachte Strategie und Bewertung der Folgen in der Innen- und
Außenpolitik agierten. Das öffnete zudem auch jenen Kräften
in der Führung dieser Länder den Weg, die sehr schnell ihre Chance
in der bedingungslosen Durchsetzung der westlichen Interessen sahen."
(S. 18l f.)
War da nicht Condolezza
Rice, inzwischen Außenministerin der USA, doch besser informiert? Sie
schrieb 1997: "Westliche Beobachter hatten seit langem vermutet oder
gespürt, daß viele Ostdeutsche das Regime verachteten oder hassten.
Aber diese Verbitterung schien in passive, zynische Resignation umgeschlagen
zu sein. Offen kritisch trat nur eine winzige Minderheit auf: Vertreter einer
Gegenkultur aus Friedens-, Frauen- und Ökologiegruppen, ein paar Figuren
des literarischen Establishments und eine handvoll kritischer marxistischer
Intellektueller. Einen gewissen Schutz für ihre Aktivitäten fanden
sie in der evangelischen
Kirche, die sich eine stets gefährdete Unabhängigkeit von direkter
staatlicher Kontrolle bewahrt hatte. Die Dissidenten blieben jedoch eine Randerscheinung
der ostdeutschen Gesellschaft. Wenn es eine Bedrohung des Regimes in Ost-Berlin
gab, dann kam sie von reformerischen Kräften innerhalb der SED."(1)
Die Verfasser wollen jedoch anscheinend die Frage „Scheitern der DDR"
oder „Konterrevolution" offen lassen. Schade! Denn die politische
Biographie Vernon Walters beantwortet sie ja doch wohl höchst eindeutig.
Hervorzuheben ist übrigens, daß das Buch durch die klare Unterscheidung
von Zitat und Begleittext ungewöhnlich gut lesbar ist.
(1)Rice, Condoleezza/Zelikow, Philip Sternstunde
der Diplomatie Die deutschen Einheit und das Ende der Spaltung Buropas, Propyläen
1997. S 69 f.
Klaus Eichner/ Ernst Langrock:
Der Drahtzieher. Vernon A. Walters – ein Geheimdienstgeneral des Kalten
Krieges. Kai Homilius Verlag, Berlin 2005. 277S., geb., 18 EUR. zum Anfang
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