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: Das Schweigekartell im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

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Das Schweigekartell
hrsg. von
Arnold Schölzel
Fragen und Widersprüche zum 11. September
320 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2003
2. aktualisierte Auflage
Zeit- und Militärgeschichte Band 3, 18.00 €
Bestell-Nr. 08003

mit Beiträgen von: Max Böhnel, Klaus Eichner, Dieter Elken, René Heilig, August Pradetto, Rainer Rupp, Ilse Schäfer, Horst Schäfer, Erich Schmidt-Eenboom, Eckart Spoo

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PRESSESPIEGEL


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Peter Winterling schrieb in Badische Zeitung am 15.10. 2002

Recht durch Machtsetzung

Der von Arnold Schölzel herausgegebene Sammelband "Das Schweigekartell" wirft ebenfalls Fragen und Widersprüche auf, vor die der 11. September die Öffentlichkeit gestellt hat. Die zwölf Autoren aber beschränken sich in aller Sorgfalt und Knappheit auf ihr eigenes Thema.

Die finanziellen Transaktionen, die unmittelbar vor dem Anschlag auf das WTC getätigt wurden, lassen auf Insiderwissen schließen, wie Rainer Rupp belegt. Der Strausberger Rechtsanwalt Dieter Elken beleuchtet mit Skepsis die Bedeutung des Völkerrechts in einer zunehmend gewaltorientierten internationalen Politik, deren Agenten im Hintergrund bleiben. Er warnt vor einem neo-absolutistischen Rechtsdenken, das Recht durch Machtsetzungen zu schaffen wünscht.

Erich Schmidt-Eenboom, Geheimdienstspezialist, zeit das haarsträubende Versagen der US-Nachrichtendienste, die für das Platzieren von Bomben "an der falschen Stelle" verantwortlich waren.

Weitere Themen sind die Geldnetzwerke des Terrors und die zu einem Krieg notwendigen Propaganda-Instrumente.

Das Buch vermeidet vorschnelle Urteile und eine billige antiamerikanische Position, legt aber der Öffentlichkeit die Fragen vor, die im Nachrichtenstrom des Alltags zu selten gestellt werden.

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Andreas Hauß schrieb in Medienanalyse International am 01.05. 2002

Ein richtig gutes Arbeitsbuch

Die Kritik des Sammelbandes in der Jungen Welt
(Vorläufige erste Sätze entsprechen meinem Lesefortschritt, wird also noch ergänzt):
Der eher auf Kulturbände spezialisierte Kai Homilius Verlag legt einen Sammelband mit Aufsätzen zum 11.9. vor, die es in sich haben. Der erste Eindruck: Solide. So ein Leineneinband und das Know-How aus dem bisherigen Verlagsprogramm heben schon den Inhalt hervor. Was das Herz begehrt: vom anregenden Klappentext über weiterführende web-links und einem Glossar bis zu einem Register. So ein richtig schönes Arbeitsbuch. Anmerkungen und Quellenbelege seitenweise. Ganz stark sind die offenen Fragen, die Verlag und Herausgeber aus den Autorenbeiträgen herauszogen. Es sind sage und schreibe 7 volle Seiten, in 6 Gruppen gegliedert.

Womit wir bei Autoren und Herausgeber sind. Alle namhaft, und ein bunter Reigen dazu. Schmollend notiere ich: das Internationale Institut für Medienanalyse und Friedensforschung wird zwar benannt (vor dem ND als Quelle, was schmeichelt), aber mich sprach man nicht an auf einen Beitrag. Nachweislich ist die website /finger.html die älteste und umfangreichste Informationsquelle, und alle dürfen sich auch gerne bedienen. Unverständlich ebenso, weshalb Andreas von Bülow (auf den ebenfalls x-fach Bezug genommen wird) nicht mit einem eigenen Beitrag vertreten ist (obwohl anscheinend mal geplant). Vielleicht deshalb, weil sowohl Bülows Fragen als auch meine eingearbeitet sind in die Beiträge der anderen? Schauen wir mal.

Die Autoren: Schölzel, der Junge-Welt-Chef, stellt in seinem Vorwort den 11. September in den globalen Zusammenhang, in den er gehört. Um sich versammelt er den NATO-Analysten Rainer Rupp, der im Planungsstab der NATO Wissen nicht nur akkumulierte, sondern schon frühzeitig den Friedenskräften weitergab, Eckart Spoo von der "Ossietzky", den Geheimdienst-Spezialisten Schmidt-Eenboom, Branstner sagt etwas zur Sprache der Medien, und der kann das, und in seinem Fach kennt sich auch Pradetto aus - über die UNO kann der Prof. an der BuWe-Hochschule in Hamburg wohl am besten schreiben, und das Völkerrechtsthema deckt der Rechtsanwalt Elken noch separat ab. Vom Neuen Deutschland kommt der sicherheitspoltische Experte Heilig, Eichner als langjähriger MfS- Mitarbeiter hat zur Banken-Geheimdienst-Connection kompetente Auskunft, und die Schäfers als beim Weißen Haus und der UNO akkreditierte langgediente US- Spezialisten berichten über den US-Staatsterror.
Und eine verschwörungstheoretische Abrundung durch Feist, der philosophisch und friedenspolitisch Feindbilder zerlegt, durfte nicht fehlen. Matthias Bröckers wird im Dokumentenanhang mit seiner "WTC - ConspiracyXXXV" aufgenommen.

Nun geht es ans Lesen: für Sie und für mich. Einen Beitrag kenne ich schon durch den Vorabdruck in der Jungen Welt. Aus meiner und der Sicht eines ausgewiesenen Völkerrechtlers (der nur sagte "ich hätte es nicht besser sagen können") einfach Spitze, was Dieter Elkens Tastatur rausließ:
Leseproben: Zurück zum Faustrecht?
Ein NATO-Bündnisfall?
Einerseits will ich mich in den "unbedarften Leser" versetzen, andererseits habe ich meine Interessen und mein Vorwissen. Beides sagt mir jedenfalls beim zweiten Blättern: ein vernünftiger timetable könnte einer Neuauflage nicht schaden (ein grober wie Rupperts "Lucy" und ein auf die entscheidenden Stunden konzentrierter wie der von mir.)

Begonnen habe ich mit - Branstner. Weil, wenn der wettert, dann donnert, blitzt, poltert und grummelt es gewöhnlich. Ich wurde -zunächst- enttäuscht. Statt einer Analyse der kriegsgeilen Sätze der lügenden Medien (das hatten wir schon zur Genüge in den letzten Jahren, aber das hatte ich erwartet) las ich sehr nachdenkliche Worte, resigniert wirkend. Da schrieb ein alter, abgeklärt weiser Mann, und bevor ich darauf dann am Ende nochmal eingehe, zitiere ich vorerst nur einen Satz daraus, der auf Anhieb so gar nicht zum Thema passen will:
"Das Ahlener Programm der CDU war nach ihm (dem 2.Weltkrieg, A.H.) bedeutend progressiver als der Programmentwurf der PDS von heute." Da legt der politische Mensch die Ohren an, denn das ist wahr. Und schlimmer noch: es zeigt, wo wir stehen.


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Anders Rainer Rupp. Analysierend, abwägend, in Beziehung setzend und immer sauber recherchiert und belegt sein Beitrag "alle Warnungen verschlafen?" Geleitet durch die Zielvorgabe, arbeitet Rupp das Verhalten des US-Geheimapparats ab: angeblich weniger gewußt zu haben als der Rotzlöffel Lindh, der als "amerikanischer Taliban" ins Herz der AlQaida vordrang. Allgemeine Warnungen und konkrete Warnungen erhalten zu haben, sauber gelistet von Rupp. Und nun die Erknntnisfalle bei ihm - offenbar dem Fortschritt der eigenen Erkenntnis angepaßt:
"Die völlige Gleichgültigkeit ... gegenüber dem bevorstehenden Terrorangriff ... an den Tag gelegt wurde kann nur durch eine wahrhaft unglaubliche Inkompetenz erklärt werden." (36) "Nur durch"? Der Folgesatz konterkariert schon diese seltsame Festlegung, und verschiedene andere Erkenntnisse ebenso. Z.B. die, dass zwei des Terrorismus verdächtigte Männer am 11.9. unter ihrem eigenen Namen zwei unterschiedliche Flieger besteigen konnten. So daß Rupp auf S. 50 die Dummheits-Erklärung ergänzt:
"... hat die Führung der US-Geheimdienste gar nicht versagt ...".
Gut möglich. Zumal scharf pointiert festgestellt wird: "Der Tatsache, dass die US-Ermittler innerhalb von 24 Stunden nach dem 11. September zielsicher "herausgefunden" haben, dass die Spur zu bin Laden und den Taliban nach Afghanistan führte, verdankt die US-Regierung, dass nicht nur in Zentralasien US-Militär dauerhaft etabliert werden, sondern auch auf anderen Kontinenten ohne große Probleme der Rechtfertigung alte Rechnungen beglichen und der globale Machtanspruch der USA durchgesetzt werden konnte." Das war schon scharf, aber es geht noch kürzer: "Weltherrschaft in 24 Stunden"; und nicht zu vergessen die Faschisierung und Massenhysterie in den USA selbst. Nur wenn, lieber Rainer, Dein Erkenntnisfortschritt offenbar in der Erarbeitung Deines Beitrags von den ersten bis zu den letzten Seiten wuchs bis hin zu diesem Punkt, dann wird die Frage nach der "Verschlafenheit" in der Überschrift recht obsolet. Aus Deiner detaillierten Analyse, dass Warnungen vorlagen und "verschlafen" wurden, erfolgten doch nicht nur faktisch die Stunden des 11.September. Sondern auch die Notwendigkeit, die Abläufe dieses Tages selbst zu recherchieren und nicht den Spiegel- Bildberichtern zu überlassen. Aus dem jahrzehntelangen Training, nur reine Fakten zu eruieren, herauszuschälen und zu evaluieren (so erkläre ich es mir), ergab sich evtl. die Scheu vor Ungeklärtem. Nur schließt sich nicht notwendigerweise, dass ein offener Widerspruch nicht auch ein analysewerter Fakt sein könnte. Der Widerspruch, die offene Frage - sie müssen nicht geschlossen werden. Ein halbgelöstes Problem ist keine Verschwörungstheorie. Der Hang zur Prägnanz, der Wunsch mittels hieb- und stichfester Fakten die Welt zu erklären, ist lobenswerter Marxismus. Sich in Widersprüchen zu bewegen, sie zu benennen, Tendenzen anzusprechen, aber auch! Da gibt es Zeitangaben bei den Quellen von Mitte März - evtl. wurde dem Autor schlicht die Zeit zu knapp vor dem Abgabetermin. Schade. Oder der 11.9. selbst war der ausgefallene Beitrag von von Bülow?
Dann muß ich das Buch "24 Stunden, die die Welt erschütterten" wohl selber schreiben. Denn wir lesen zwar bei Rupp:
"Nun hatte sich jedoch heraus gestellt,dass etliche der so verdächtigten Selbstmordattentäter sich bester Gesundheit erfreuten." aber es fehlt die Konsequenz bzgl. des zu erforschenden Gegenstands. Der 11. September muss dann nämlich anders verlaufen sein als uns bisher dargestellt.
Dieser von Andreas von Bülow eingebrachte Aspekt wird auf
http://www.medienanalyse-international.de/finger.html und insbesondere unter 18) Passagierlisten behandelt.
Jared Israel war es, der das Verhalten des US-Luftfahrtbehörden und der airforce detailliert untersuchte.
Von mir stammt die Analyse der Lüge, es seien von Cape Cod zwei F-15 aufgestiegen, jedoch zu spät gekommen.
Jared wiederum hat haarklein das Verhalten Bushs am Morgen des 11.9. in Sarasota analysiert.
Mike Ruppert stocherte in der CIA-Börsenfrage herum (was wohl noch ein Thema des Buchs ist, muß ich noch lesen)

Jedenfalls gibt es ohne jede Verschwörungstheorie ganz exakte Infos über das, was am 11.9. ganz bestimmt anders als dargestellt verlief.

Nun aber wieder zurück dazu, was in "Das Schweigekrtell" zu lesen ist (und nicht, was leider nicht zu lesen ist):


***** Mitteilung des Verlages: Die bei Medienanalyse International zitierte Rezension der elektronischen Zeitung "Schattenblick" wurde hier aus rechtlichen Gründen entfernt ***

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Siegfried Prokop schrieb in jw am 15.05. 2002

Unendliche Geschichte

Abteilung Information/Dokumentation: Der Sammelband »Das Schweigekartell« erörtert Fragen, wie der 11. September 2002 wirklich hätte sein können

Fundierte Fragen werden in dem von Arnold Schölzel herausgegeben Buch »Das Schweigekartell« zum 11. September 2001 gestellt. Es wird die Möglichkeit erörtert, ob im Gegensatz zu den offiziellen Verkündungen vieles ganz anders gewesen sein könnte. Gewiß, auch keiner der Autoren weiß, in wessen Auftrag die Boeing-Flugzeuge gegen die Twin-Towers gelenkt wurden, doch ihre Fragen, die präsentierten Fakten und die analysierten Strukturen erlauben einen tiefen Blick hinter die Kulissen.

Der Publizist Rainer Rupp weist nach, daß es genügend Warnungen und Ermittlungsergebnisse der Sicherheitsbehörden vor dem Anschlag gab. Insofern ist das Gerede, daß der Anschlag völlig überraschend kam, nicht gerade ehrlich. Der Anschlag selbst war indes ein willkommener Anlaß des längst geplanten Krieges. Die USA hatten nach der Auflösung der Sowjetunion ihren Blick auf Zentralasien gelenkt, wo die Entdeckung riesiger Öl- und Gasreserven im Umfeld des Kaspischen Beckens enorme Anreize schuf. US-amerikanische Gesellschaften sicherten sich 75 Prozent der zu erwartenden Förderung. US-Strategen setzten auf die Möglichkeit, das Kaspische Becken und Zentralasien als mögliche Alternativen zum Persischen Golf zu entwickeln. Das Problem, das sich den USA stellte, war der Zugang zu den Weltmeeren. Der US-Ölkonzern UNOCAL sah im Bau einer Erdgaspipeline durch Afghanistan den Ausweg. Über eine solche Pipeline könnten Kunden in Indien und Asien mit dem kostbaren Energieträger versorgt werden. UNOCAL verhandelte darüber bis 1998 mit dem Talibanregime. Hamid Karzai, der jetzige Übergangspräsident der afghanischen Regierung, sowie der US-Botschafter in Kabul, der gebürtige Afghane Zalmay Khalid, standen seinerzeit als Berater auf der Gehaltsliste des UNOCAL-Konzerns. Doch 1998 verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Washington und Kabul derartig, daß UNOCAL gezwungen war, die Verhandlungen mit den Taliban abzubrechen. Die USA planten, wie der ehemalige pakistanische Außenminister Niaz Naik die Öffentlichkeit wissen ließ, schon lange vor den Anschlägen vom 11. September für die zweite Jahreshälfte von 2001 einen Krieg gegen Afghanistan. Der Krieg war den USA aus geostrategischen Interessen so überaus wichtig, daß sie ihn selbst dann begonnen hätten, wenn die Taliban Osama bin Laden sofort ausgeliefert hätten.

Der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom beleuchtet die Rolle der Nachrichtendienste im Antiterrorkrieg. Nach dem 11. September sei aus der weitgefächerten Antiterrorallianz ein Gemenge alter und neuer Erkenntnisse gesprudelt. Kurzzeitig galten die alten Eifersüchteleien zwischen den Geheimdiensten nicht mehr: Putins Geheimdienst SWR verwies auf den Export von Partisanen aus Kabul nach Tschetschenien, der isarelische Mossad zog eine Verbindung zwischen den Palästinensern und bin Laden, und die Inder stellten Zusammenhänge zwischen Kaschmirrebellen und den Taliban her.

Nicht alles wurde von den Amerikanern akzeptiert. Zurückgewiesen wurden die Angebote von Staaten, die als »Hort des Bösen« stigmatisiert wurden, Insiderwissen aus Cuba und dem Iran war unerwünscht. Besonders unangenehm dürften Nachrichten aus Belgrad für amerikanische Politiker gewesen sein. Von dort war zu vernehmen, daß die UCK in Makedonien und im Kosovo über besonders enge Beziehungen zu bin Laden verfügten. Ein hochrangiger Offizier bin Ladens war im Kosovo 1999 Kommandeur einer UCK-Eliteeinheit. In einer Fußnote versteckt der Verfasser die nicht unbedeutende Information, daß schon 1994 CIA-Residenten in alle zentralasiatischen Republiken der ehemaligen Sowjetunion geschickt wurden. Neben der militärischen Dauerpräsenz, die die umfassende US-Militärhilfe für Usbekistan und Tadschikistan vermuten lasse, werde überdies das nachrichtendienstliche Potential der USA im kaspischen Raum aufgestockt.

ND-Redakteur Rene Heilig beleuchtet den amerikanischen Informationsirrgarten nach dem 11. September. Da waren beispielweise am 11. September Meldungen über »rollende LKW-Bomben« verbreitet worden, die in den Ermittlungen danach keine Rolle mehr spielten. So fragt der Autor zurecht: »Waren die mehrmaligen Drohungen gegen Brücken und Hafenanlagen vielleicht nur eine Form der psychologischen Kriegsvorbereitung?« Amerikanische Journalisten verbreiteten, daß heldenhaft kämpfende Passagiere die vierte Maschine, die UA 093, die von Newark nach San Francisco flog, zum Absturz gebracht hätten. Kurzfristig war auch in der aktuellen Berichterstattung zu hören, daß F-16-Kampfjets an der entführten Maschine »gehangen« hätten und nach dem Absturz die Trümmer in einem Umkreis von sieben Meilen verstreut lägen. Also abgeschossen? Was sagen Flugschreiber und Voice-Recorder? Tabus über Tabus!

Rechtsanwalt Dieter Elken fragt danach, ob die Attentate vom 11. September den Krieg gegen Afghanistan rechtfertigen und kommt zu dem Schluß, daß der Krieg politisch gewollt, jedoch nach den Kriterien des Völkerrechts völlig illegitim ist. Der österreichische Politologe August Pradetto weist nach, daß die UNO im Verlauf dieses Krieges marginalisiert wurde. Für den Schriftsteller Gerhard Branstner steht fest: »Der Krieg und die ihm folgende Militarisierung der gesellschaftlichen Moral ist der eine Arm, die Medien sind der andere Arm, beide sind Arme der Globalisierung.« Die Menschheit sei jetzt dem »brutalsten und dümmsten Regime anheim gefallen.«

Eckart Spoo, Mitherausgeber des Ossietzky, untersucht, wann und warum in den Medien falsche Fährten gelegt wurden: Die Nazis brauchten 1939 für ihren Angriff auf Polen den vorgetäuschten Überfall auf den Sender Gleiwitz. Um nordvietnamesische Großstädte bombardieren zu können, täuschte 1964 der amerikanische Auslandsgeheimdienst einen Angriff nordvietnamesischer Fischer auf amerikanische Kreuzer in der Bucht von Tongking vor. Es begann der mörderische Bombenkrieg gegen Nordvietnam. Der Berliner Kurier titelte mit Beginn der Bombardements gegen Afghanistan im Oktober 2001 »Amerika schlägt zurück«. Hatte denn das ärmste Land Asiens die USA angegriffen?

Die Journalisten Ilse und Horst Schäfer untersuchen den »Mordreport« des US-Kongresses aus dem Jahre 1975 und listen die CIA-Morde an ausländischen Politikern sowie Foltermethoden (z.B. Fingernägel ausreißen) auf, an die heute wieder gedacht wird. So entsteht eine Vorstellung davon, was es für die Menschheit bedeutet, wenn der jetzt begonnene Krieg ein Krieg wird, der »niemals zu Ende geht« (Washington Post, 19.10.01).

Verlag und Herausgeber fragen schließlich: Warum nehmen die vielen, dem investigativen Journalismus verpflichteten Medien in den USA und in Europa, diese kritischen Fragen (nach dem 11. September) nicht auf? Wann werden die Meinungssoldaten im Auftrage des Bertelsmann/Kirch/Springer-Imperiums darauf antworten?

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Edeltraut Rattenhuber schrieb in Süddeutsche Zeitung am 06.07. 2002

Die Autoren wollen aufrütteln

Sieben Seiten Fragen sind dem Buch vorangestellt. Fragen wie: Warum verbot die US-Administration dem FBI jahrlang Untersuchungen zu Osama bin Laden? Wurden die Piloten der Terrorflugzeugen vom 11. September womöglich im Auftrag oder mit Unterstützung des saudischen Geheimdienstes von Fluglehrern ausgebildet? Warm untersucht niemand, wie der TV Kanal Al-Dschasira an die bin-Laden-Videos gelangt ist? Wer s5teckt hinter den Milzbrandanschlägen? Und: Wo sind die „Unwiderlegbaren Beweise“, die bei der Erklärung des Nato-Bündnisfalles von Colin Powell versprochen wurden?
Antworten auf die fragen geben die zehn Autoren des Buches nicht. Wie könnten sie auch? Das würde ja ihre These widerlegen, dass die amerikanische Regierung zur Verschleierung ihres Ölhungers und ihres Weltmachtanspruches einen undurchdringlichen „Informationsirrgarten“ angelegt hat. Die Autoren wollen aufrütteln. Sie wollen zeigen, dass es in Deutschland Friedensbewegte gibt, die sich von der Terrorangst und dem Druck de Mächtigen nicht beirren lassen.
Die Hauptthese des Buches sind: Die US-Geheimdienstes waren vorgewarnt, doch sie haben kläglich versagt; dennoch werden daraus offenbar keine Konsequenzen gezogen. Es gibt bis jetzt keine gerichtlich verwertbaren Beweise gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des WTC-Attentats, Osama-bin-Laden. Die Machtfülle, welche die Geheimdienste in den USA und anderen Staaten seit dem verhängnisvollen Tag bekam, schränken Bürgerrechte ein und bedrohen dadurch die Demokratie. Völkerrechtlich waren die Angriffe auf Afghanistan nicht legitimiert. sie dienten einzig dem Zweck. sich in einer geostrategisch bedeutsamen Region festzusetzen. Und die Vereinten Nationen wurden von den USA, marginalisiert und instrumentalisiert.
Akribisch haben die Autoren des „Schweigekartells“ Fakten zusammengetragen, um diese Thesen zu untermauern. Ihre Quellen sind übrigens zumeist eben jene Medien, denen sie so pauschal vorwerfen, sich nach den Terrorattacken von New York zu Erfüllungsgehilfen der Mächtigen gemacht zu haben. Allerdings gibt es Hoffnung, dass die Fragen, die das „Schweigekartell“ aufwirft, nicht immer offen bleiben werden, wie die soeben angelaufene Debatte in USA über die Rolle der Geheimdienste zeigt.

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Matthias Biskupeck schrieb in Der Eulenspiegel am 01.08. 2002

Wenn alle im Konsens reden

Wenn alle im Konsens reden und schreiben ist´s ganz erfrischend eine etwas andere Meinung zu hören. Andererseits mag genau das schwierig sein in einer Welt wo jeder glaubt, quer und anders zu denken – im Fall des 11. Septemberaber sind Vorredner und Lautsprecher denn doch d´accord: Seit an Seit mit den Demokraten der USA gegen Schurken und Schurkenstaaten. Das etwas andere Bild steht im Schweigekartell. Herausgeber Arnold Schölzel und diejenige seiner Autoren wie Gerhard Branstner, Rainer Rupp, Klaus Eichner, Ilse & Horst Schäfer mag man eine Nähe zu kommunistischen Plattformen von jetzt und staatssichernden Einrichtungen von einst attestieren können; ihre Argumente für eine Verquickung der bin-Laden-Freunde mit den staatssichernden Feinden der Amerikanischen Demokratie ist kein reines Phantasieprodukt. Und wenn Eckart Spoo über der Nutzung des Wortes „Solidarität“ nachdenkt und dabei den Propagandaminister Goebbels mit seiner Aneignung der Begriffs “Aufklärung“ herbeizitiert, so mag dies unbarmherzige Aufklärung sein, aber keine Propagandalüge. Immerhin zeigt dieses beredete Schweigekartell, daß man hierzulande nicht zum Maulhalten verdammt sein muß.

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Andrea Bader schrieb in Ceiberweiber am 31.05. 2002

Zweimal 11. September

Eine wahre Schwemme an Büchern ist seit dem 11. September 2001 zu Themen wie Terror und Fundamentalismus erschienen. Doch die meist männlichen Autoren gehen oftmals nicht allzu kritisch mit der Materie um, nehmen für bare Münze, was unmittelbar nach den Anschlägen von New York und Washington als offizielle Version verbreitet worden ist. Wer die Dinge kritischer betrachtet, stand bald vor der Schwierigkeit, dass kaum ein Verlag entsprechende Texte veröffentlichen möchte. (Was ich auch schon erfahren habe, da ich an einer bei Suhrkamp geplanten Anthologie "Frauen und Krieg" mitgeschrieben habe, die dann einfach aus dem Programm genommen wurde und für die sich auch kein anderer Verleger fand.) So ist es kein Wunder, dass die beiden hier vorgestellten Bücher in unseren Buchhandlungen eher nicht erhältlich sind und letztlich in wenig bekannten Verlagen publiziert worden sind.

"Das Schweigekartell", herausgegeben von Arnold Schölzel, ist eine Sammlung von Artikeln, die 9-11 und die Folgen unter verschiedenen Aspekten beleuchten. Im Vorwort sind die offenen Fragen zu den Anschlägen nach Themen geordnet, wie sie sich aus den Buchbeiträgen ergeben. Mehrere Texte befassen sich mit völkerrechtlichen Belangen, wobei immer wieder reinspielt, ob die Hintermänner-Version der amerikanischen Regierung auch wirklich glaubhaft sein kann. Manche Autoren schildern auch, was ihnen an den "arabischen Terroristen" von Osama Bin Laden seltsam erscheint. Experten gehen darauf ein, welche technischen Kapazitäten grosse Geheimdienste wie jene der USA heutzutage wirklich haben, und welche Verbindungen es zur Welt von Wirtschaft und Börse gibt.

Was die Bilanz amerikanischer verdeckter Operationen betrifft, so gehen die Autoren - und eine Co-Autorin - leider im wesentlichen nur auf Vergangenes und bereits in mehreren Publikationen Dargestelltes ein. Mehr Bezüge zu 9-11 und zur Gegenwart wären wünschenswert in einem der raren kritischen Bücher. Dennoch bietet es viel Interessantes und Wissenswertes, wobei ein umfangreicher Anhang weitere Infos liefert. Redaktionsschluss für dieses Buch war übrigens im März, sodass Aktuelles wie die Debatte um ein Vorwissen der amerikanischen Regierung noch nicht vorkommt, aber die Thesen der Autoren unterstreicht.

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Alexandra Bader schrieb in Konkret Verlag am 15.12. 2002

Gängige Mythen werden entlarvt

Da unbequeme Fragen zum 11. September in den Medien meist nicht einmal zugelassen werden, haben sich die Autoren dieses Buches entschlossen, selbst das Schweigen zu brechen. Die offenen Fragen handeln vor allem von der Vorgeschichte und dem Ablauf des Anschlags, von den Börsenspekulationen und den Ermittlungen danach. Gängige Mythen werden entlarvt – zum Beispiel derjenige dass es unmöglich gewesen sei, die Attentate vorherzusehen, obwohl Selbstmordanschläge mit Passagiermaschinen schon in amerikanischen Bedrohungsanalysen vorkamen. Das Versagen der Geheimdienste überrascht Experten wie Erich Schmidt-Eenboom allerdings nicht.
Auch die von europäischen Regierungen viel zitierte Behauptung der amerikanischen Administration, es handle sich beim Krieg gegen Afghanistan um eine mit dem Völkerrecht zu vereinbarende Aktion, hält näherer Betrachtung nicht stand. Eckart Spoo und Günter Branstner bringen Beispiele für Desinformation in Zeiten des Krieges. Auch das mysteriöse Insidertrading mit Aktien jener Firmen, die von den Anschlägen des 11. September am meisten betroffen waren, und die internationalen Verflechtungen zwischen Banken, Geheimdiensten und Terrorismus werden untersucht.
Ilse & Horst Schäfer befassen sich mit verdeckten Operationen des amerikanischen Geheimdienstes, bringen dazu jedoch kein aktuellen Beispiele, sondern führen den Sonderausschuss des US-Kongresses an, der Aktionen gegen Fidel Castro und Patrice Lumumba plante.
Abschließend erklärt Peter Feist, warum die offizielle Version des 11. September ebenso eine Verschwörungstheorie ist, wie es jeder anderen Hypothese unterstellt wird. Bleibt nur der alten kriminalistischen Frage nach den Nutznießer der Tat noch zu beantworten.

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Denis Herold schrieb in Denis Herold am 01.09. 2002

Ein wichtiges Buch

Ein wichtiges Buch. Rund ein halbes Jahr nach den terroristischen Anschlägen vom 11. 09. 2001 beleuchtet es die Hintergründe und die Folgen des feigen Attentates und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Öffentlichkeit einem Kartell des Schweigens gegenübersteht, welches von der amerikanischen Regierung und dem CIA angeführt wird.
In dem Buch werden keine "Verschwörungstheorien" aufgestellt (ein beliebtes Wort, um Kritiker zu diskreditieren), sondern gängige Informationen, teils aus Presse, teils aus angegebenen Quellen, aus dem Wust von die Wahrheit verwischenden Medienberichten gefiltert. Dabei werden etliche äußerst pikante Fragen aufgeworfen, zum Beispiel:
· Warum nimmt niemand die Argumente von Berufspiloten ernst, dass ein Flugschüler mit ein paar Stunden auf Cessna-Maschinen unmöglich die komplizierten Flugmanöver ausführen konnte?
· Warum gibt es nach einem halben Jahr, mit unvorstellbarem Aufwand geführter Ermittlungen der größten Geheimdienste der Welt bis heute keinen einzigen "gerichtsfesten" Beweis gegen Osama bin Laden/ al Qaida?
· Warum versagte am 11. 09. das gesamte strategische Flugabwehrsystem und die gesamte Luftverteidigung der USA?
· Was ist an der Behauptung dran, wie anfänglich in Medienmitteilungen mitgeteilt, auch die Kapitäne der entführten Maschinen hätten nichts von Terroristen oder Arabern gesagt, sondern verzweifelt gemeldet, dass sie nicht mehr steuern könnten?
· Was ist mit den angeblich durchs Land rollenden LKW-Bomben? Waren die mehrmaligen Drohungen gegen Brücken und Hafenanlagen vielleicht nur eine Form der psychologischen Kriegsvorbereitung?
· Warum ignorierte die Bush-Administration das Angebot der Taliban-Regierung, wie völkerrechtlich korrekt, nach Vorlage von Beweisen, bin Laden auszuliefern?
· Warum trauerte die Medienwelt und die Öffentlichkeit nicht um die afghanischen Zivilisten, als nach amerikanischem Bombenhagel mindestens dreimal soviel Menschen wie bei den Anschlägen ums Leben kamen?
· Warum riecht es auf fast allen Kriegsschauplätzen gegen den Terror penetrant nach Öl?
· Warum wurden bei dem Gefangenenaufstand am 25.11.2001 in Mazar-i-Sharif alle etwa 600 al-Qaida-und Talibanangehörigen umgebracht, ohne dass es Verwundete oder Schwerverwundete gab?

Dem Leser stellen sich vor Wut die Nackenhaare auf, wenn ihm aufgezeigt wird, wie die Bush-Regierung die Weltöffentlichkeit an der Nase herumführt und das Völkerrecht mit Cowboy-Stiefeln tritt.
Um einen Gegenpol zu den erschreckend subjektiven Massenmedien zu bilden, liefern die Autoren eine Unmenge von Fakten, die den Leser möglichweise sehr fordert, aber aufgrund der Bedeutung der Sache angebracht ist.
Folgende These bleibt bei dem Leser haften, deren Ausmaß beunruhigend und zornig machend zugleich ist:
· Möglicherweise hätten die Anschläge verhindert werden können, doch waren sie vielleicht ein willkommener Anlass längst geplanter Kriege

Fazit:
Pflichtlektüre für jeden, der für sich beansprucht, die weltpolitischen Geschehnisse objektiv zu verfolgen, und für alle BT-Abgeordneten, bevor sie sich ein zweites Mal überlegen, deutsche Soldaten in "uneingeschränkter Solidarität" in einen der amerikanischen Regierung nicht ganz unwillkommenen Krieg zu schicken.

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Anneliese Fikentscher schrieb in Arbeiterfotografie am 01.09. 2002

11. September - 'anyway, an interesting day'

Reden ist Silber - Schweigen ist Gold. Die Weisheit aus Kindertagen kommt besonders dann zum Einsatz, wenn durch unaufmerksames Geplapper mögliche Streiche zur Entdeckung gerieten und es daher ratsamer erscheint, erst zu bedenken und dann zu reden - oder besser den Mund gar nicht aufzumachen. Sollten doch die anderen herausfinden, wer der Übeltäter war... Die Tat und das Schweigen über die, um die es in der vorliegenden Buchveröffentlichung „Das Schweigekartell“ geht, hat nicht im Entferntesten den Hauch von Charme aus Kinderstuben. Die Streiche, um die es geht, sind annähernd militärischer Natur und werden von Fall zu Fall - je nach Nützlichkeit „Angriff“ oder „Aircampagne“ genannt.

Die Tat, um die das Schweigen sich hüllt, ist ohne Zweifel eine Inszenierung, die alle bisherigen vergleichbaren Hollywoodmonumente in den Schatten stellt - ohne Zweifel eine Katastrophe für alle Betroffenen. Der Tag der Tat wurde noch am Tag selbst Geschichte, laut G.W. Bush: „Anyway - an interesting day“! Das Schweigen, das die sensationelle Tat umhüllt, das ein bisher nie dagewesenes Versagen in Abwehr und Ermittlung zudeckt, das stattdessen Falschaussagen, Lügen, kriminelle Bankgeschäfte und eine kaum zu übertreffende Welle der Staatspropaganda kolportiert, ist Thema des im März 2002 erschienenen Buches im Kai-Homilius-Verlag, der ansonsten auf Landschaften und Kulturgüter spezialisiert ist. „Es gilt einzig und allein die offizielle Version. Wer Fragen stellt, wird als Paranoiker behandelt,“ warnt der Herausgeber und Chefredakteur der in Berlin erscheinenden Tageszeitung 'junge welt' Arnold Schoelzel. 'Das Schweigekartell' biete die Chance, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen, die wie die hermetische Abriegelung des 'Ground Zero', jeden in Haft nimmt, ob Tourist oder Journalist, der einen unerlaubten Blick hinter die Kulissen wagt und der dem „Ersatz von Argumentation durch Emotion und dem Verbot, Kausalketten zu verfolgen“ wie er zum Standardrepertoire jeder Kriegführung gehöre, nicht blindlings folgt...

„Einfach nur im falschen Film“ - so lautet zwar die Titelzeile von Rene Heiligs Beitrag. Wer sich aber gründlich im falschen Film innerhalb des Schweigekartells zu befinden scheint, ist ein Autor, für den die Ermittlungen ihren maximalen Grad der Auflösung erreicht haben, für den feststeht, daß die hochspezialisierten Geheimdienste der Welt (aufgrund Sprachschwierigkeiten?!) wie nach einem Naturgesetz versagen mußten, etc., etc., etc., und damit nahezu sämtlichen weiteren Publizierenden grundlegend widerspricht. Alle Fragen, die die anderen Autoren bemühen, die Unglaubwürdigkeit der offiziellen Darstellungen von Washington über London bis Berlin unter Beweis zu stellen, sind bei 'Geheimdienstexperte' Erich Schmidt-Eenboom so sonnenklar gelöst, dass das Schweigekartell im Grunde überhaupt nicht hätte geschrieben werden müssen. Hätten doch die anderen oder der Herausgeber nur zuerst bei Erich SE nachgelesen! Sein nüchtern betitelter Beitrag „Nachrichtendienste im Anti-Terror-Krieg“ kommt mit trojanischer Informationsfülle als einer der umfangreichsten daher und liefert vielleicht tatsächlich den ein oder andere Köder, z.B. den, dass ...niemand... an der Offenbarung aus Belgrad interessiert gewesen sei, ein neuerdings auf der globalen Bekanntheitsskala zu den TOP Ten zählenden Herr O.B. Laden habe beste Verbindung zur kosovarischen 'Befreiungsarmee' UCK unterhalten und dieselbe nach Kräften unterstützt. Die völlig unkritische Darstellung der 'Dienste', die als naiv unfähig präsentiert werden, deren alltägliches Mordhandwerk - es müssen ja nicht immer gleich Staatsmänner sein - überhaupt nicht thematisiert wird, hinterläßt einen äußerst faden Nachgeschmack und läßt ganz schmerzlich einen Autor wie Andreas von Bülow vermissen, dessen Deutlichkeit als Konterpart kaum zu übertreffen ist. Seine „Spuren einer trampelnden Elefantenherde“, waren der Auslöser der öffentlichen Debatte. Da es im wesentlichen bei nur diesem einen Eigentor bleibt, ist 'das Schweigekartell' aber durchaus und insbesondere für Themen-Einsteiger dringend weiterzuempfehlen.

Dass Journalismus grundsätzlich mehr leisten muß als nur die Beurteilung der Sachlage nach Tagesaktualität, beweist der Beitrag von Ilse und Horst Schäfer, die beide über zehn Jahre in den USA tätig waren und von 1975 bis 1981 im Weißen Haus und im Senat in Washington akkreditiert waren. Ihr Thema ist ein weiterer 'interessanter Septembertag', nämlich der 11. September 1973, Kreation des Staatsterrorismus made by USA und die vom US-Senat dokumentierten verdeckten Operationen eines der größten Geheimdienstes der Welt: CIA. Die Initialen dieser Organisation stehen für Verschwörung - Intrige - Mord. (Conspiracy - Intrigue - Assassination). Diese Befürchtung bringt der amerikanische Kongressangehörige Claiborne Pell anläßlich des ersten und einzigen Untersuchungsberichts zum Ausdruck, der 1975 als Ergebnis des Churchausschusses der Öffentlichkeit als Spitze des Eisbergs trotz des Kampfes um eine Verhinderung der Veröffentlichung präsentiert wird. Die Dokumentation, auf deren Auswertung der Schäfer-Beitrag im wesentlichen fußt, auch Church-Report oder Mord-Report genannt, gibt Zeugnis über kriminelle Machenschaften von mindestens drei US-Regierungen, in deren Auftrag Regierungen souveräner Länder gestürzt, Attentate und Mordanschläge verübt wurden, vor Seuchenausbreitung, geheimen Kriegen und ausgedehnter Zusammenarbeit mit der Mafia und weiterer organisierter Kriminalität nicht zurückgeschreckt wurde, vielmehr perfide Methoden als probates Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele von Machterhalt und -ausweitung wie selbstverständlich wieder und wieder durch praktischen Einsatz der ausführenden 'Dienste' durch die CIA, Anwendung fanden.

Aufgrund der Enthüllungen des Church-Reports wurde 1976 ein Gesetz erlassen, dass den politischen Mord durch die CIA untersagt. Woraufhin 'die Dienste' sich vermutlich in einen Turn- und Häkelverein wandelten, nicht einmal mehr fähig zu Sabotageaktionen mit dem Ziel „innere Uneinigkeit und Widerstand“ zu provozieren. Fatal. Zumal seit dem 11. September spätestens politischer Mord wieder - durch G.W. Bush öffentlich verkündet - wieder auf der Tagesordnung steht. Den es auszuführen gilt. Doch dazu könne man sich schließlich, so wird am 29. Oktober 2001 in der Los Angelos Times aus CIA-Kreisen zitiert, Banditen und anderer, ausländischer Straßenkrimineller bedienen. Auch eine Wiedereinführung von Folter wird diskutiert. Da man aber selber entsprechende Fachleute nicht habe, empfiehlt der Vorsitzende des Senats-Geheimdienstausschusses, Bob Graham, sich der Hilfe von Staaten zu bedienen, „die aggressivere Fähigkeiten dazu haben.“

Fassen wir kurz zusammen. Die Tat ereignete sich an einem irgendwie interessanten Tag in einer Auftragsmord-Demokratie die die Werte einer Auftragsfolter-Zivilgesellschaft zu verteidigen hat...

„Cui bono?“, fragt in einer philosophischen Betrachtung der Autor Peter Feist. Oder wem dienen Verschwörungstheorien? Exkurs: Kaum eineR der am Thema (11. September) Interessierten ließ sich das ZDF-Nachtstudio entgehen - mit Andreas von Bülow als exotischem Gast in der ungleichgewichtigen Runde unter sogenannten oder selbsternannten Verschwörungsexperten, denen der ehemalige Bundesminister für Forschung und Technologie und Autor eines Buches über „CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste“, als lebendes Beispiel für ihre Theorien herhalten sollte. Genau unter eben diesem Aspekt sind sogenannte Verschwörungstheorien weithin als k.o.-'Argument' geläufig, als dass sie sich bestens gegen die Argumente einer noch zu beweisenden These, in diesem Fall ausgehend von der Aussage „so wie es offiziell dargestellt wird, kann es nicht gewesen sein“ ins Feld schlagen lassen. Den „ExpertInnen“ und auch dem Moderator Volker Panzer kam es zu keiner Sekunde überhaupt nur in den Sinn, auf Andreas von Bülow argumentativ einzugehen. Sie betrachteten ihn - mit einem süffisanten Lächeln im Knopfloch von der höheren Warte des Kuckucksnests - und hatten mit dem Zauberwort „Verschwörung“ vermeintlich zu jederzeit die Oberhand, eleganter als Barbiturat oder Zwangsjacke. Die Rechnung ging allerdings nicht auf. Nicht Andreas von Bülow sondern die „ExpertInnen“ und Herr Panzer setzten sich der Lächerlichkeit aus und noch in der Nacht brauste im Internetforum zur Sendung eine Protestwelle zugunsten von Herrn von Bülow auf, der als ehemaliges Mitglied der parlamentarischen Kontrollkommission für 'die Dienste' sehr wohl weiß, wovon er spricht. Was aber lehrt das Beispiel? „Verschwörungstheorien sind also insgesamt ein Element geistiger Entmündigung und Unterdrückung.“ Oder wie Peter Feist weiter schlußfolgert:

„Vielleicht handelt es sich dabei“ (den nämlichen Attentaten des 11. September und der daraus folgenden islamtheoretischen Schuldzuweisung) „um eine Verschwörungstheorie, von der CIA geschaffen, um einen Vorwand für einen Krieg zu haben... gegen alle ... den USA nicht genehmen Staaten bzw. Herrscher in der ganzen Welt oder gegen alle potentiellen Feinde und Konkurrenten um die Vorherrschaft auf der ganzen Welt?“

Der Autor Feist, spezialisiert auf Feindbildforschung und Entstehung der unmittelbaren Kriegsdisposition, ist hier zu tadeln, denn wo kämen wir hin, wenn jedeR beliebig 19 Verschwörungstheorien verbreitet, von denen sich bald herausstellt, das mindestens 7 davon noch leben...

Kommen wir mit Eckart Spoo auf eine rational faktische Ebene zurück, sofern eine solche in Bruchstücken nach dem weltverändernden „interessanten“ Tag noch auffindbar ist. Der langjährige Journalist und heutige Mitherausgeber und verantwortliche Redakteur der Zweiwochenschrift 'Ossietzky' behandelt am ausführlichsten die dem Schweigekartell zugrundliegenden medienspezifischen Fragen, zeigt auf, wo JournalistInnen sich für ihre doch zunächst ernstgemeinten Äußerungen 'entschuldigen', wo Sendungen schlichtweg verboten werden, welche Weisungen an Redaktionen ergehen, um die Darstellung der Opfer und eigenen Kriegshandlungen nicht für die 'eigenen Zwecke ungünstig' in Emotionen umschlagen zu lassen, liefert zahlreiche Beispiele für bewußtes oder gesteuertes Fehlverhalten der Presse, für 'die Zunft, deren Beruf das Lügen ist, das Lügen im Auftrag der Macht' - wie es Beate Mittmann und Peter Priskill 1991 unter dem Eindruck der Golfkriegs-Brutkasten-Hysterie wagten zu behaupten. Eckart Spoo sorgt mit seiner beeindruckenden Faktensammlung, in der weder Tonking noch Gleiwitz fehlen, noch Norman Schwartzkopf (Medien erfolgreich zur Irreführung benutzt... S. 176) und Jamie Shea („What do you want? We created stories and we made a good show.“ S.172) dafür, dass Falschberichterstattung, Verdrehungen oder schlichtweg Unterlassung von Meldungen chronologiegleich in einem öffentlichen Katalog zugänglich sind. Die „Indienstnahme unserer Köpfe“ funktioniere bis in kleinste homöopathische Einheiten. Allein die arglosen Wörtchen „warnen“ oder „drohen“ bezogen auf ein- und denselben Vorgang aktiviert die Hirnschublade „Freund“ oder „Feind“.

'Das Schweigekartell' liefert selbst in einem umfangreichen Anhang noch Material zur aktuellen und generellen Auseinandersetzung. So kommt in einem Interview des ND-Mitarbeiters Max Böhnel (22.10.2001) mit dem US-amerikanischen Publizisten und Verleger John MacArthur, der Herausgeber des Harper's Magazine und Publizist des auch in deutsch erschienenen (im Handel vergriffenen) Buches 'Second Front (Schlacht der Lügen)' zu erstaunlich direkten Aussagen, die in gleichem Maße vor Augen führen, wie schnell selbst die ungeheuerlichsten und kriegsauslösenden Propaganda-Lügen („Ich erinnere wieder an den Golfkrieg. Da wurden die Brutkästen erfunden, aus denen die Irakis angeblich kuwaitische Babys warfen. Das ist nie passiert. Aber alle glaubten es...“) vor der Wucht der Ereignisse und einer Fülle ungeahnter Eindrücke zu schnell in Vergessenheit geraten, obschon gerade nicht nur das generelle Wissen darum, vielmehr deren ständige Präsenz durch stetige Wiederauffrischung zu einer Immunität gegen PR-gefertigte Verdummungsstrategien führen könnte.

„Wenn man nach Bush's Kriegsrede NPR (National Publik Radio) einschaltete, klangen die Journalisten-Kommentare wie sowjetischer Agitprop vor 30 und 40 Jahren.“

Der ND-Redakteur René Heilig wirft in seinem Beitrag einen einzigen Fragenkatalog bezogen auf die einseitigen Ermittlungen und fragwürdigen Beweismittel auf. Heilig stellt fest, dass die USA es „noch immer nicht geschafft hat, den 1963 verübten Mord an seinem Präsidenten John F. Kennedy ... mit juristischen Konsequenzen aufzuklären...“ Rolf Hochhuth nimmt 1970 Bezug im Vorwort seiner Tragödie 'Guerillas': „...die für hundert Millionen Fernseher bestellte Ermordung des angeblichen John F. Kennedy-Erschießers Oswald sei aufschlußreicher als eine Fünf-Zeilen-Notiz ein Jahr später, vierzehn Personen könne man benennen, die zu Dallas Aussagen hätten machen können, gäbe es einen Prozeß, und wären die nicht gewaltsam oder mindestens sehr termingerecht gestorben...“ René Heilig zitiert den Direktor des Moskauer Instituts für strategische Studien, Jewgenij Koschokin, über die Chancen der Aufklärung zu den Anschlägen des 11. September: „Möglicherweise wird die Welt manche Dinge niemals erfahren“, denn es sei möglich, „dass nicht nur die Personen starben, die die Angriffe direkt ausführten, sondern dass auch eine ganze Reihe weiterer Personen, die in die Vorbereitung verwickelt waren, erst noch getötet werden müssen.“

Fragen über Fragen, zusammengestellt in einem aus allen Beiträgen eigens von Herausgeber und Verlag eingerichteten Fragenkatalog: „Die Welt lernt das Staunen: arabische Hobbypiloten mit wenigen Flugstunden sind in der Lage, Jumbos punktgenau auf ein kleines Ziel zu steuern“, wer aber geht der Frage nach, dass die Piloten verzweifelt meldeten, sie könnten nicht mehr steuern? Und wer geht der von Michael Ruppert aufgeworfenen Frage nach, höchste CIA-Beamte seien an Insidergeschäften beteiligt? Weitere respektable Autoren wie Rainer Rupp und der Professor an der Bundeswehr-Akademie August Pradetto sind vertreten, Fragen zu Völkerrecht und ungeklärten Bankgeschäften von Dieter Elken und Klaus Eichner werden aufgeworfen... und nicht zuletzt geht ein herzerfrischendes Donnerwetter von Gerhard Branstner auf die Leserschaft nieder: „Die Menschheit nähert sich dem Gipfelpunkt der politischen und moralischen Verkommenheit.“ Widersprüche über die dieser Publikation immanenten hinaus, dürften noch weitere Fakten aufdecken... aber eine Publikation muß auch nicht alles leisten.

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Johannes Schillo schrieb in Praxis Politische Bildung am 01.02. 2003

Rückblicke zum 11. September

Solche Veröffentlichungen bieten ein Konglomerat von Einwänden und Einfällen, die durchaus etwas Abseitiges haben, die man in ihrer Gesamtheit aber nicht als Unfug abtun kann. Das gilt besonders für den Sammelband des Junge-Welt-Redakteurs Arnold Schölzel.

Er wird mit einem Bericht von einer Veranstaltung eröffnet, an der Andreas von Bülow, Ex-Staatssekretär, Ex-Minister und 25 Jahre SPD-MdB, teilnahm. Dessen Position lautet: "Der Terroranschalg war vermutlich nicht das Werk von Muslimen." Bülow, der seine Weltsicht einer durch Geheimdienstoperationen gesteuerten Politik bereits in Buchform vorgelegt hat (vgl. die Vorstellung von "Im Namen des Staates" in PPB 1/99), bezweifelt die Feststellung, dass die US-Geheimdienste, speziell die CIA, keine Kenntnis der terroristischen Aktivitäten im Umfeld des 11. Septembers gehabt hätten. Von daher ist es nicht weit zu der - nur angedeuteten - Konsequenz, dass die USA die Sache selber inszeniert hätten, so wie sie seinerzeit, laut Bülow, Saddam Hussein 1990/91 in den ersten Golfkrieg gelockt haben.

Dass die Amerikaner den Gewalthaushalt der Welt kontrollieren, dass sie mit der (bereits vor dem 11.9. konzipierten) neuen Nationalen Sicheheitsstrategie ein weltweites Gewaltmonopol beanspruchen und dass sie auch ein Definitionsmonopol über zulässige und unzulässige Gewalt ausüben, ließe sich nachweisen.

Eine Reihe von Beiträgen von Beiträgen in "Das Schweigekartell" macht darauf aufmerksam und benennt Interessen, die die USA mit "Enduring Freedom" verfolgen. Wenn diese Kritik zutrifft, hat aber die (pseudo-) kriminalistische Nachfrage zum 11.9. etwas Irreführendes an sich.

Denn wenn Nine-Eleven nur ein Anlass war, den sich die Bush-Administration für ihre Zwecke zurechtgebogen hat, kann man alles Entscheidende an der praktizierten US-Politik aufzeigen und die Auseinandersetzung auf diesem Feld führen. Die Konzentration auf das zurückliegende Ereignis ist dann eben nicht vorrangig, sondern eine Ablenkung. Und die US-kritische Unterstellung ergibt dann auch keinen Sinn: Wenn die USA, wie Bülow behauptet, qua CIA direkt die Medien der Welt kontrollieren und unerwünschte Meldungen unterbinden, besteht für sie keine Notwendigkeit, eigens eine terroristische Tat zu inszenieren, die der Welt das amerikanische Recht auf Antiterrorismus vor Augen führt. Dann könnten sie doch direkt ihre geheimdienstlichen Verbindungsoffiziere mit der proamrikanischen Manipulation des "Schweigekartells" beauftragen!

Arnold Schölzel (Hg.), Das Schweigekartell - Fragen und Widersprüche zum 11. September. Berlin (Kai Homilius) 2002, 290 S., €18,00.

Anmerkung des Verlages: Ein interssanter Beitrag. Leider geht es dabei gar nicht um unser Buch, denn weder ist von Bülow einer unserer Autoren oder Ko-Autor noch geht es im "Schweigekartell" um irgendwelche Spekulationen, Theorien o.Ä. Vielmehr spekuliert offensichtlich der Rezensent wild drauf los und kommt so zu abstrusen Theorien.

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Sabine Vogel schrieb in Berliner Zeitung am 11.09. 2002

Abteilung Aufklärung, Hauptverwaltung A

"Wem hat es genützt? Dem Araber oder Muselman als solchem sicher nicht. "Fragen & Widersprüche zum 11. September" behandelt auch ein Sammelband unter dem Titel "Das Schweigekartell". Darin schreiben durch Veröffentlichungen im "Neuen Deutschland" und der "Jungen Welt" ausgewiesene Vertreter des traditionellen Anti-Amerikanismus. Aber als pure Spinnerei können Beiträge wie etwa der von Klaus Eichner sicherlich nicht abgetan werden. Der 1939 geborene Autor war schließlich von 1957 bis 1990 Mitarbeiter im MfS, zuerst Spionageabwehr, dann Aufklärung (Hauptverwaltung A), Analytiker in der Abteilung Gegenspionage der HVA mit Spezialisierung auf amerikanische Geheimdienste, seit 1992 an der Aufarbeitung der Geschichte des MfS engagiert. Das nennt man wohl Berufserfahrung. Bei ihm bekommt man professionell aufbereitete Informationen über die natürlich unaufgeklärten Börsenspekulationen, die so genannten "Putoptionen" auf Firmenaktien, die im Gefolge des WTC-Anschlag Gewinn bringend abstürzten."

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