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 Jürgen Elsässer, Jochen Scholz, Peter Brandt, Klaus Höpcke, Peter Wahl: Gegen Finanzdiktatur im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

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Gegen Finanzdiktatur
von Jürgen Elsässer, Jochen Scholz, Peter Brandt, Klaus Höpcke, Peter Wahl hrsg. von Jürgen Elsässer
Die Volksinitiative: Konzepte, Lösungen, Ideen
104 Seiten, Taschenbuchausgabe, 2009
COMPACT Band 10, 7.50 €
Bestell-Nr. 12010
Direkt beim Verlag bestellen

Aktuelle Rezension


Charly Kneffel schrieb in Berliner Umschau am 09.10. 2009

Gegen die Neue Weltordnung

Jürgen Elsässers Buchreihe COMPACT

Jürgen Elsässer, streitbarer Publizist aus Berlin, hat sich viel vorgenommen und - mit einigen Ankündigungen vorher - im Jahre 2009 im Grunde das gesamte politische Establishment aufs Korn genommen. Denn er legt sich mit allen scheinbaren Gewißheiten an, die als Ideologie der neue, US-amerikanisch dominierten Neuen Weltordnung propagiert werden.

Er hat schon einigen Staub aufgewirbelt, durch die Gründung einer Volksinitiative gegen das internationale Finanzkapital, organisierte eine Demonstration gegen den Vertrag von Lissabon und startete nun eine vielversprechende Buchreihe. COMPACT heißt das schon länger bestehende Projekt, dessen Herausgeber Elsässer seit Juli 2009 ist.

Die erste Ausgabe (August) hat dabei sozusagen grundsätzlichen Charakter und stellt im wesentlich die Volksinitiative vor bzw. die Überlegungen, die zu ihrer Entstehung führten. Sie enthält kein durchstrukturiertes Manuskript, sondern reiht neben der Grundsatzerklärung der Volksinitiative fünf Aufsätze aneinander - davon vier von Elsässer selbst, einer von Jochen Scholz - sowie einen „Blick von außen“, den Peter Brandt, Peter Wahl und Klaus Höpke vorgenommen haben. Hauptziele Elsässers sind dabei die Schaffung eines breiten Bündnisses von Links über die Mitte bis zur demokratischen Rechten bzw. gesellschaftlich von der Arbeiterschaft über den Mittelstand bis hin zu aufgeschlossenen Teil des „alteuropäischen“ Industriekapitals. Nur die Faschisten dürfen in diesem Reigen nicht mitspielen, was freilich die üblichen Verdächtigen aus antideutschen Reihen nicht davon abhält, ihm genau dieses Interesse zu unterstellen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Wer ein so breites Bündnis anstrebt, hat sicher einen mächtigen Feind. Elsässer sieht diesen im Internationalen Finanzkapital, das mit finanziellen Massenvernichtungswaffen, gebildet nicht aus der (fast möchte man sagen: guten, alten Ausbeutung per Mehrwertaneignung) Realwirtschaft, sondern in ihrem überwiegenden, aggressivsten Teil aus fiktivem Kapital, im Prinzip aus finanziellen Luftbuchungen, die lediglich Eigentumsansprüche an die Realwirtschaft darstellten. Ideologisch ist der Feind die „politische Korrektheit“, die fast Querbeet in der ganzen Gesellschaft propagierte Ideologie der Neuen Weltordnung, die das Denken einschränke und Kritik „zahnlos“ mache. Abhilfe sieht der Herausgeber aber auch nicht in den internationalen Institutionen, sondern in einer Wiederbelebung des Nationalstaates, der allein die Mittel habe, die Interessen der einfachen Leute (eben: des Volkes) zu vertreten. (Dieses Engagement hat ihm natürlich prompt die Etikettierung als Nationalist eingetragen.

Es fällt schwer, hier an Mißverständnisse zu glauben.) Nationalstaaten sollten dabei auch ruhig allein vorgehen, bis hin zum Bruch bestehender internationaler Verträge. Das könnte natürlich - gerade angesichts der Aggressivität des Finanzkapitals - gefährlich werden und so denkt der Autor doch an internationale Zusammenarbeit. Strategisches Ziel dabei eine „Achse Paris-Berlin-Moskau“. Einiges scheint erst angedacht zu sein. Man wird eine große gesellschaftliche Debatte brauchen, um hier zu Klarheit zu gelangen. Genau diese zu verhindern wäre aber der Zweck der gegen ihn und seine Projekte überall inszenierten Kampagne, die Elsässer nach rechts drücken sollen. Der Verfasser dieser Zeilen weiß davon ein Lied zu singen.

Elsässer sieht dabei einen grundlegenden Angriff des internationalen Finanzkapitals, das er zu recht in den USA und Großbritannien verortet, auf die Realwirtschaft. Die US-Wirtschaft sei, bis auf Restbereiche, international nicht mehr konkurrenzfähig, so müßte sich die US-Ökonomie ihre Deckung durch außerökonomische Aktionen verschaffen - „Spekulationsstaaten müssen Krieg führen, das erfordert ihre Ökonomie“ - und benennt damit die eigentlichen Hintergründe der schon unter Clinton begonnenen, verstärkt aber nach nine/eleven unter George W. Bush eskalierenden Kriegspolitik, die nicht ohne weiteres zur Disposition stünde. Manche Illusionen über Barack Obama werden auf einmal gegenstandslos. Auch die Krise in der Automobilindustrie erscheint in einem anderen Licht als in den Medien sonst diskutiert wird. In diesem Zusammenhang verweist Elsässer auch auf die Rolle der Hedgefonds, für die der ansonsten eher harmlose Franz Müntefering den Begriff „Heuschrecken“ durchgesetzt hat.

In weiteren Aufsätzen verweist der Autor auf die bezeichnenden Reaktionen in der etablierten Linken, sowohl der „Antideutschen“ wie auch etablierten, in 68er-Tradition stehenden Regenbogen-Linken mit ihrem Zentralorgan „Taz.“. Hier gab es kaum Verständnis, kaum einmal sachliche Kritik. Eher Denunziation , Häme und der Versuch, Elsässer zu einem nach rechts offenen Renegeaten zu machen. Darin zumindest war man sich bei Jungle World, TAZ, Konkret und Junge Welt, mit Abstrichen auch Neues Deutschland einig. Doch es lohnt wenig darauf einzugehen. In „Eine Initiative, die die Linke erschütterte“ ist alles genau nachzulesen. Jochen Scholz versucht sich einer „geostrategischen Skizze“, abermals Elsässer in einem Furioso „Brecht die Diktatur der politisch Korrekten“ an der Kritik des etablierten Ideologiesirups, der das Denken abtötet (es jedenfalls soll) und in einem weiteren Essay an der Kritik der z.T. rührend hilfslosen Aktionitis der kleinen linksradikalen Gruppen. Gastkommentare schreiben Peter Brandt (Professor an der FernUni Hagen), Peter Wahl (attac) und Klaus Höpke (ehemals stellvertretender Kulturminister der DDR). Ein lohnender Anfang, der aber buchstäblich einer Welt von Feinden, offensichtlichen Provokationen und der gewaltigen Dummheit und Denkfaulheit gegenüber steht. Man darf gespannt sein und dem Projekt Glück wünschen.

Im September erschien bereits ein weiterer Band:
Andrea Ricci; Gaza; Die Kriegsverbrechen Israels (Achtung: garantiert Antisemitismus)

Im Oktober wird von Elsässer Iran, Fakten gegen westliche Propaganda erscheinen.
Weiter geplant: Ekkehard Sauerland; Obama, Hoffnung und Enttäuschung sowie: Andreas Hauß; Winnenden, Was die Polizei verschweigt.

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