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 Domenico Losurdo: Die DEUTSCHEN im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

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Die DEUTSCHEN
von Domenico Losurdo hrsg. von Jürgen Elsässer
Sonderweg eines unverbesserlichen Volkes?
112 Seiten, Taschenbuchausgabe, 2013
2. Auflage
COMPACT Band 15, 7.50 €
Bestell-Nr. 12015

Vorwort von: Andreas Wehr

Direkt beim Verlag bestellen

Aktuelle Rezension


Klaus Höpcke schrieb in Neues Deutschland am 23.05. 2010

»Sonderweg«: eine Kategorie, die geistige Faulheit fördert.

Wer in politischer Literatur Achtung vor Tatsachen zu schätzen weiß und begriffliche Klarheit liebt, wird dieses Buch mit Gewinn lesen: Domenico Losurdo, »Die Deutschen. Sonderweg eines unverbesserlichen Volkes?« Die Kategorie »Sonderweg« ist für den Autor »ein Gemeinplatz, zu dem man immer dann seine Zuflucht nimmt, wenn man es mit einem neuen oder ungewöhnlichen Phänomen zu tun hat«. Bei genauerer Untersuchung der Geschichte ergebe sich, dass es »nichts Wiederkehrenderes gibt als den ›Sonderweg‹«. Diese Kategorie fördere zudem die geistige Faulheit.

Wenn man von einer Nation lese, führt er als Beispiel an, »die im Gleichschritt marschiert und ganz in Reih und Glied steht« und deren Mitglieder »Angst vor der Isolierung« haben, und den »Wunsch« hegen, »in der Masse zu bleiben«, die »sich dem Despotismus anzupassen« gewohnt sind und denen die Freiheit »die am wenigsten wichtige Qualität« und also am ehesten aufgebbar sei – an wen denke man bei solchem Text?
»Wir würden dazu neigen, an Deutschland zu denken«, sagt Losurdo und fährt fort: »Doch der hier zitierte Autor ist Tocqueville, der 1856 auf diese Weise den ein paar Jahre zuvor in Frankreich installierten Bonapartismus beschreibt.« So pointiert widerlegt der Autor eine Reihe geläufiger Vorstellungen, darunter mit besonderem Nachdruck die, die Geschichte des deutschen Volkes sei unweigerlich auf die Barbarei des Dritten Reiches und die »Endlösung« hinausgelaufen.

In einer gerafft skizzierten Rekonstruktion der Geschichte des Deutschlandbildes kommt er auf die Reformation als große Massenbewegung, auf die philosophische Epoche, die von Kant zu Fichte, von Hegel zu Marx reiche, zu sprechen, zitiert Herzens Wort von der Hegelschen Dialektik als der »Algebra der Revolution« und Mehrings Charakterisierung des Emanzipationskampfes der modernen Arbeiterklasse als »glorreichsten und größten Befreiungskampf, den die Weltgeschichte kennt«. Er notiert die Verlagerung des Schwerpunkts der westeuropäischen Arbeiterbewegung Ende des 19. Jahrhunderts nach Deutschland, die von Lenin hochgeachtete Kraft deutscher Sozialisten, der es gelang, über das »Sozialistengesetz« zu siegen. Das entgegengesetzte Werturteil von reaktionär orientierten Autoren zitiert er ebenfalls, so Nietzsche, der fand, dass »der deutsche Sozialist am gefährlichsten sei, weil ihn keine bestimmte Noth treibe«, sondern nur eine Ideologie, also der von Engels gerühmte »theoretische Sinn«.
Losurdo übersieht aber auch nicht den Niedergang ab 1914 aufgrund der sozialchauvinistischen Haltung, die von der deutschen Sozialdemokratie eingenommen wurde, wodurch sie »in den revolutionären und pazifistischen Kreisen in Misskredit« geriet. In Kapitel 2 seiner Schrift behandelt der Autor »Die internationalen Ursprünge des Nazismus«.

Er weist darauf hin, dass es falsch wäre, bei der Untersuchung der Theorie und der Praxis der nazistischen Konterrevolution sich auf eine ausschließlich nationale Dimension zu beschränken. Eine dominierende Rolle spielte für die Nazis das nordamerikanische Modell. 1919 feierte Arthur Moeller van den Bruck den »Amerikanismus « bzw. das »Amerikanertum« als Synonym für »Landnahme« und »Pioniertum«. Man sah darin Zeichen für Kolonisation in großem Maßstab und fand in plastischer Weise bestätigt die »Ungleichheit und Ungleichwertigkeit der verschiedenen Rassen« und der verschiedenen Individuen derselben Rasse.

1928 würdigte Hitler persönlich das »Amerikanertum«, verstanden als »Ausdruck eines jungen, rassisch ausgesuchten Volkes«. Am Beispiel Frankreichs hetzte er in »Mein Kampf« gegen »Bastardisierung «, »Vernegerung«, »allgemeine Verniggerung« des Volkes. Gepriesen wird der »rassisch rein und unvermischt gebliebene Germane des amerikanischen Kontinents «, der »zum Herrn desselben aufgestiegen« sei. Gelobt wird die »amerikanische Union« dafür, dass sie »gesundheitlich schlechten Menschen die Einwanderung gesetzlich verweigert, von der Einbürgerung aber bestimmte Rassen einfach ausschließt«. So bekenne sie sich »in leisen Anfängen zu einer Auffassung, die dem völkischen Staatsbegriff eigen ist«.

Alfred Rosenberg nimmt 1937 »die Niggerfrage« zum Anlass zu sagen, wenn man einmal das absurde Gleichheitsprinzip für die Schwarzen aufgegeben habe, sei nicht einzusehen, warum nicht »die notwendigen Folgerungen gegenüber den Gelben und Juden« gezogen werden sollten. Die besondere Barbarei des Dritten Reichs sieht Losurdo darin, dass die koloniale Tradition in ihren schlimmsten Formen zum Nachteil alter Kulturvölker inmitten eines unbarmherzigen Weltkriegs wieder belebt wurde, was zu einem ungeheuerlichen Zuwachs an Grausamkeit führte.

Losurdo stellt fest: »Auf den konkreten historischen, nationalen und internationalen Kontext der Entwicklung des Kolonialismus und des Imperialismus muss man ... Bezug nehmen und nicht auf die angebliche, mehr oder weniger immerwährende bösartige Natur der Deutschen!« An anderer Stelle beklagt er, dass die Linke heutzutage nicht in der Lage ist, »wirksam der herrschenden Ideologie entgegenzutreten«. Letztere habe »alles Interesse daran, das System des Kapitalismus, des Kolonialismus und des Imperialismus insgesamt freizusprechen«. Sie sei darauf aus, stattdessen nur ein Land und ein einzelnes und verfluchtes Volk anzuklagen. Bei den US-amerikanischen Führern und Ideologen gebe es nicht einmal den vagen Versuch der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit. Solches Versäumnis gebe dem Anspruch Washingtons den Auftrieb, ihre »Demokratie« mit Waffengewalt zu exportieren.

Parallelitäten und Wechselwirkungen zwischen US- und NS-Ideologen zeigen sich, wie Losurdo nachweist, in vielen Formulierungen und Begriffen wie »Rassenhygiene«, »Rassereinheit« contra »Rassenmischung« und »Rassenschande« (oder »Blutschande«), »Under Man«/»Untermensch«. Eine von Henry Ford initiierte Artikelsammlung, die 1920 in Buchform unter dem Titel »Der internationale Jude« erschien, hatte in Baldur von Schirach, Heinrich Himmler und Adolf Hitler besonders eifrige Leser. Den Nazi-Bonzen wies die Publikation des Automobil-Konzern-Magnaten »den Weg, den wir zu beschreiten hatten, um die gequälte Menschheit von dem größten Feinde aller Zeiten, dem internationalen Juden, zu befreien« (Originalton Himmler). Im »Deutschland und die Revolution « überschriebenen Kapitel 3 geht es zunächst um italienische Erfahrungen im Ringen um die nationale Identität im Kampf gegen den Faschismus. Danach vergleicht der Verfasser das Verhältnis der verschiedenen Klassenkräfte in Deutschland, England und den USA zu den revolutionären Traditionen ihrer Länder im Wandel der Zeiten und Kräfteverhältnisse.

Ferner wendet sich Losurdo gegen die Geringschätzung der antinapoleonischen Erhebung, deren progressiver Charakter von Engels unterstrichen wurde. »Wenn Lenin«, so bemerkt der Autor weiter, »nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs die These der Entente zurückweist, nach der ausschließlich das Wilhelminische Deutschland das Gemetzel entfesselt hätte, distanziert er sich praktisch von der Theorie des deutschen Sonderwegs«. Losurdo verteidigt Lenins Position gegenüber Kautsky, Hilferding und Schumpeter, die unkritisch über die Verhältnisse in den USA urteilten, indem sie rassistische Versklavung der Afroamerikaner, Deportations- und Vernichtungskampagnen zum Schaden der Indianer, den Krieg, der zur Zerstückelung Mexikos führte, und wiederholte militärische Interventionen der USA in Lateinamerika aus ihrem Nordamerikabild tilgten. Das Erbe solcher Blindheit nehmen in unseren Tagen zum Beispiel der Historiker Herfried Münkler und der SPD-Außenpolitiker Karsten Voigt auf. Deren Botschaft lautet, wie Andreas Wehr in seinem Vorwort zu Losurdos Buch entschlüsselt: Wer sich dem unbedingten Weltmachtstreben der USA entgegenstellt, sich militärischen Abenteuern an ihrer Seite verweigert, der verlasse den Weg der Normalität, brüskiere das westliche Bündnis, indem er dessen Werte ignoriere, und der gehe am Ende einen verhängnisvollen Sonderweg.

Mit Daniel J. Goldhagen führt Losurdo eine entschiedene Auseinandersetzung, besonders mit dessen Behauptung, der Antisemitismus, ja sogar der Vernichtungs-Antisemitismus sei eine »allgemeine Charakteristik des deutschen Volkes«. Er verweist auf ein von Hermann Cohen, einem bedeutenden deutschen Philosophen jüdischer Herkunft, noch am Beginn des Ersten Weltkriegs veröffentlichtes Büchlein, dessen Leitfaden war, »Deutschtum und Judentum innerlichst verbunden« zu sehen. Und dass selbst in den Jahren des von der Staatsgewalt terroristisch praktizierten Antisemitismus des Dritten Reiches viele, aber nicht alle Deutschen von der geistigen Seuche des Antisemitismus infiziert waren, sieht er bezeugt durch Viktor Klemperer.
Losurdo schreibt: »In seinem Tagebuch notiert der jüdische Philologe Viktor Klemperer die Beleidigungen und Erniedrigungen, die mit dem Tragen des Davidsterns verbunden waren. Jedoch:
›Ein Möbelträger, der mir von zwei Umzügen her zugetan ist ..., steht in der Freiberger Straße (in Dresden) plötzlich vor mir und packt meine Hand mit seinen beiden Tatzen und flüstert, dass man es über den Fahrdamm weg hören muss: Nu, Herr Professor, lassen Sie bloß den Kopf nicht hängen! Nächstens haben sie doch abgewirtschaftet, die verfluchten Brüder!‹« Klemperer habe dazu mit liebevoller Ironie gemeint: »Gute Leute alle, riechen sehr nach KPD.« Losurdo: »Es waren die Kommunisten, die derart das Regime herausforderten.«

Im Gegenzug warnt er davor, dass die wahllose Selbstgeißelung des deutschen Volkes paradoxerweise darauf hinauslaufe, »den Chauvinismus nicht nur der Vereinigten Staaten, sondern auch der reaktionärsten Kreise Deutschlands zu bestärken, die die Beteiligung an den von den USA geführten Kriegen mit dem Argument propagieren, man müsse ein für alle Mal mit dem verfluchten deutschen Sonderweg brechen«.

Wer das von Losurdo Geschriebene als den Deutschen zugedachte Reinwaschung liest, die »in gewisser Weise eben auch« die deutsche Nazipartei betreffe, und dafür den Autor – je nach eigenem Standpunkt – loben oder tadeln möchte, dem sei gesagt: Falsch gelobt wie falsch getadelt, weil falsch gelesen! Denn jeder Satz Losurdos über Gutes, von den Nazis Verschmähtes, Bekämpftes, Vernichtetes steigert den Abscheu gegen deren verbrecherische Diktatur. Und die Sätze über ursächliche Verwandtschaften des Rassismus der Nazis mit Rassismus anderswo sind zur Verharmlosung da wie dort gänzlich ungeeignet. Was sie zu wecken imstande sind, das ist: Wachsamkeit, die nicht 1945 endet, sondern fortdauert und sich in neuartigen zeitlichen, geografischen und vor allem geistigen Dimensionen bewähren muss.

Dem abschließenden Kapitel 4 seiner Publikation gab Losurdo die Überschrift »Die Linke und die Nation «. Er beginnt dieses Kapitel mit der Frage: »Ist es aber nicht ›rechts‹ und jedenfalls ›antimarxistisch «, auf die Rolle der nationalen Frage zu pochen und sogar die Fahne der Nation zu schwenken?« Denen, die so argumentieren, gibt er vielfältigen und nachhaltigen Bescheid. Er erinnert daran, dass Marx und Engels die nationalen Befreiungsbewegungen des irischen und des polnischen Volkes stark unterstützten und mit Wohlwollen den Prozess der nationalen Einheit in Deutschland und Italien verfolgten. Er fügt hinzu, dass bei Lenin, Mao Tse-tung, Ho Chi Minh, Fidel Castro »die Kategorie Nation eine zentrale Rolle spielt«. Er weist auf Karl Liebknecht hin, der vor dem »Feind im eigenen Land« warnte und die Vaterlandslosigkeit des militärisch-industriellen Blockes anklagte. Er beruft sich auf Antonio Gramsci, der von der geschichtlichen Aufgabe des Proletariats sprach, »das Schicksal der Nation in die Hand zu nehmen«, und auf Georgi Dimitroff, der auf dem VII. Kongress der Kommunistischen Internationale an die Revolutionäre appellierte, »nationalen Nihilismus« zurückzuweisen und »alles, was in der historischen Vergangenheit der Nation wertvoll ist«, kritisch wiederzugewinnen.

Reizvoll und vor allem wichtig ist, dass der Autor mit einer Zitier-Unsitte Schluss macht. So ziemlich allen mit Lenin-Lektüre Vertrauten ist die Aussage geläufig: »Erst dann, wenn die ›Unterschichten‹ das Alte nicht mehr wollen und die ›Oberschichten‹ in der alten Weise nicht mehr können, erst dann kann die Revolution siegen.« Aus und Schluss.

Aber nein, sagt uns Losurdo. Da steht doch noch etwas, das zumeist weggelassen wird. Lenin hatte dem viel zitierten Satz etwas hinzugefügt, nämlich:
»Mit anderen Worten kann man diese Wahrheit so ausdrücken: Die Revolution ist unmöglich ohne eine gesamtnationale (Ausgebeutete wie Ausbeuter erfassende) Krise.«

In diesem Geiste haben die Bolschewiki den Kampf gegen die konterrevolutionäre Intervention geführt als nationalen Befreiungskampf gegen die ausländische Invasion und gegen imperialistische Mächte. Auch der Erfolg der Kommunisten in China 1949 sei errungen worden, »weil sie sich als die Vorkämpfer der nationalen Befreiung hervorgetan und damit die Hegemonie erobert hatten«. An die Debatten anknüpfend, die vor einigen Jahren Götz Alys Buch »Hitlers Volksstaat« ausgelöst hat, kritisiert Losurdo die Neigung einiger Historiker zum Spielen mit Analogien und Assonanzen (Gleichklängen). Auf die Verlogenheit dieses Spiels macht er seine Leserinnen und Leser aufmerksam, indem er fragt: »Was ist die Grundlage der Naziideologie, um die sich alles andere dreht? Ist es die Idee vom ›Sozialstaat‹ und vom ›Sozialismus‹, oder ist es vielmehr der ›Rassestaatsgedanke‹ und die Forderung nach der absoluten Vorherrschaft des ›guten Blutes‹?«
Dem Gebrauch von Worten wie »national« und »deutsch« durch die Nazis begegnet er mit der unwiderlegbaren Tatsachenfeststellung:
»In Wahrheit wollte die Partei Hitlers nicht die der ›Deutschen‹, sondern die der ›Arier‹ sein und dies bedeutete von Anfang an ein radikales Auseinanderreißen der deutschen Nation.« Losurdo beschließt seinen Text mit der Quintessenz der sowohl aus den Klassikern der revolutionären Theorie als auch aus der geschichtlichen Erfahrung zu ziehenden Lehre: »Mit dem nationalen Nihilismus verliert eine Oppositionsbewegung die Möglichkeit authentischer Massenentwicklung und verzichtet de facto nicht nur auf die Revolution, sondern auch auf eine wirkliche und bedeutsame Veränderung der politischen und sozialen Verhältnisse auf innerer und internationaler Ebene.«

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