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erschienen am 11.03.15

Die Pearl Harbor Lüge

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Jan von Flocken
Tatsachenreport
2. unveränderte Auflage 2015, 9.90 €


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EINHEIT im Geistigen?

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Zeit- und Militärgeschichte
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Flug MH370

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Zeit- und Militärgeschichte
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Faktencheck 9/11

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Flug MH370

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Ich habe "NEIN!" gesagt

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Über Zivilcourage in der DDR

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Zeit- und Militärgeschichte

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 Klaus Behling: Berlin im Kalten Krieg im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

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Berlin im Kalten Krieg
von Klaus Behling
Schauplätze und Ereignisse
296 Seiten, Broschüre, 2007
Reiseziele einer Region Band 5, 19.95 €
Bestell-Nr. 05005
Direkt beim Verlag bestellen

Aktuelle Rezension


Franz-Karl Hitze schrieb in Neues Deutschland am 24.07. 2008

Das Fieberthermometer

Fünfundvierzig Jahre war Berlin im »Fadenkreuz des Kal­ten Krieges«. Die Stadt wurde zum Probefeld der Ost-West-Auseinandersetzungen.

Sowjetische Grenztruppen kontrollierten viele Jahre die Ein- und Ausfallstraßen Berlins und die Bahnverbindungen von bzw. nach Ost und West. Behling berichtet über die abgeschirmten Hauptquartiere der Alliierten, geheime Büros und bewachte Objekte. Er erinnert daran, dass seit Januar 1948 auch Militärmissionen von Australien, Kanada, Griechenland, Italien, den Niederlanden, Polen, Südafrika, Jugoslawien und Norwegen, sowie Brasilien und China (im britischen Sektor), der Tschechoslowakei, Dänemark (US-Sektor), sowie Belgien und Luxemburg (französischer Sektor) beim Alliierten Kontrollrat akkreditiert waren.

Schon im Februar 1949 waren alle Rohrpostlinien in der Französischen Straße/Oberwallstraße, die vom sowjetischen Sektor in die West-Sektoren führten, gekappt. Seit Herbst 1950 bereits residierten die »Abteilung II« und das »Chemisch-technische Laboratorium« der »Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit«, getarnt als »Sauerbier & Co«, am Kurfürstendamm. Als weithin unbekanntes Detail offenbart Behling, dass das Restaurant »Haus Wien« am Kurfürstendamm in den 50er Jahren von den Sowjets für konspirative Treffs genutzt wurde, um russische Emigrantengruppen in Westberlin auszuspähen. Und bald standen BND und MfS den alliierten Geheimdiensten nicht mehr nach.

Breiten Raum nehmen in diesem Buch die Propagandaschlachten zwischen Ost und West ein. Behling kommentiert: »Der Kalte Krieg funktioniert nur, weil es Gegner gab, die sich als Feinde fühlten.« Er informiert über die Luftbrücke der USA (24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949) zur Versorgung der Westberliner Bevölkerung, über den Marsch von rund 100 000 Jugend­lichen während der III. Weltfestspiele der Jugend und Studenten über die offene Sektorengrenze nach Westberlin sowie über den 13. August 1961, als »bewaffnete Kräfte« der DDR mit dem Abriegeln des Westteils der Stadt begannen. Beidseits beobachteten die Berliner sorgenvoll, wie ihre Stadt geteilt wurde; Straßenpflaster wurden aufgerissen und Familien zerrissen. Straßenbahn-, U-Bahn- und S-Bahnlinien wurden abrupt unterbrochen, Stacheldrahtzäune gezogen und schließlich eine Mauer errichtet. Als ein gefährliches Datum im Kalten Krieg nennt Behling den 25. Oktober 1961, als am Grenzübergang »Checkpoint Char­lie« US-amerikanische M-48 Panzer auffuhren, am Tag danach rollten zehn sowjetische T-54 auf der östlichen Seite der Friedrichsstraße heran. Behling zieht den Bogen zum 9. November 1989 an der Bornholmer Straße: Um 22.30 Uhr ruft der dortige Kommandeur, Oberstleutnant Harald Jäger, seinen Chef an: »Es ist nicht mehr zu halten. Wir müssen die Grenzübergangsstelle aufmachen. Ich stelle die Kontrollen ein und lasse die Leute raus.« Dem vorausgegangen war ein tausendfacher Ansturm von Ostberlinern, die soeben über Rundfunk oder im Fernsehen von der »sofortigen Öffnung« der Grenze erfahren hatten.

Berlin war der Puls und das Fieberthermometer der deutschen Teilung. Die »Frontstadt« war Pfahl im Fleisch der DDR und Pulverfass. Behling kommentiert sparsam. Am Schluss liefert er einen besonderen Service: Er listet Museen und Gedenkstätten mit Anschriften, Telefonnummern und mit Internet-Anschlüssen auf.

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