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erschienen am 11.03.15

Die Pearl Harbor Lüge

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Jan von Flocken
Tatsachenreport
2. unveränderte Auflage 2015, 9.90 €


erschienen am 10.03.15

EINHEIT im Geistigen?

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Protokolle des Kulturbundes 1945-48
hrsg. von Siegfried Prokop, Dieter Zänker
Zeit- und Militärgeschichte
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Die MH17-Falle

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Ein Kriminalfall
Wolfgang Eggert
Zeit- und Militärgeschichte
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Die Geheimdienstspur
Wolfgang Eggert
Zeit- und Militärgeschichte
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Eine andere Perspektive 12 Jahre danach
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Zeit- und Militärgeschichte

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 Ingo Pfeiffer: Fahnenflucht zur See im Kai Homilius Verlag - Pressespiegel

Startseite > Gesamtverzeichnis > Zeit- und Militärgeschichte > Fahnenflucht zur See > Pressespiegel

Fahnenflucht zur See
von Ingo Pfeiffer
Die Volksmarine im Visier des MfS
200 Seiten, Softcover, illustriert, 2009
Zeit- und Militärgeschichte Band 1105, 19.90 €
Bestell-Nr. 11005
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PRESSESPIEGEL


| Das Historisch-Politische Buch |

Hendrik Thoß schrieb in Das Historisch-Politische Buch am 14.10. 2009

Fahnenflucht zur See

In der vorliegenden Untersuchung wird ein Kapitel der deutschen Marinegeschichte des letzten Jahrhunderts thematisiert, das trotz einer ganzen Fülle bislang erschienener einschlägiger Literatur zur Geschichte der DDR-Volksmarine wohl nur wenigen Fachleuten bekannt gewesen sein dürfte. Mit dem fünften Band der Reihe Militärgeschichte des Berliner Kai Homilius Verlages stellt ein Offizier der DDR-Volksmarine anhand von zwölf ausgewählten Fallbeispielen das Agieren des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) innerhalb der DDR-Seestreitkräfte dar. Diese in aller Regel durch konspiratives Zusammenwirken von inoffiziellen Mitarbeitern (IM) an Bord der Boote und Schiffe mit hauptamtlichen MfS-Offizieren betriebene Aufklärungs-, Bespitzelungs- und Denunziationstätigkeit richtete sich vor allem an dem Bemühen aus, Fahnenfluchten von Marinepersonal, insbesondere auf den zur See gehenden Einheiten, „in den Westen“ zu verhindern. Pfeiffer gelingt mit der Verknüpfung seines eigenen militärischen Werdegangs mit den hier zur Darstellung gelangenden Fällen vortrefflich der Spagat zwischen subjektiver Zeitzeugenschaft und den in den vorliegenden Quellen (i. a. Regel MfS-Provenienz) dokumentierten Informationen und Tatbeschreibungen. Jede der vorgestellten Episoden scheint auf ihre eigene Art bedrückend. Manifestiert sich doch einerseits das Streben der (doch auch unter Mitwirkung des MfS und unter Berücksichtung ihrer politischen Zuverlässigkeit sorgsam für diesen Dienst ausgewählten) Marinesoldaten nach persönlicher Freiheit, die die se auch unter Anwendung von bewaffneter Gewalt gegen ihre Kameraden zu erlangen wünschten, und andererseits die systematische Überwachung durch IM sowie die überaus harte Reaktion von MfS wie Militärstaatsanwaltschaft bei und nach der Verhinderung von Fahnenfluchten. Ihre Ergänzung finden die einzelnen Kapitel durch zahlreiche beigefügte Dokumente, die, ebenso wie die autobiographischen Schilderungen Pfeiffers, interessante Einblicke in Technik, Bewaffnung, Alltag und Dienstablauf der DDR-Volksmarine bereithalten. Auch wird deutlich, daß es nicht zuletzt diese großteils mehr als komplizierten Rahmenbedingungen waren, die bis 1989 bei einer immer größeren Zahl von Marinesoldaten die Einsicht reifen ließen, daß zwischen den Worten der führenden Partei, der SED, und der tristen Realität, bei den Streitkräften ebenso wie im Zivilsektor selbst, eine unüberwindliche Kluft existierte. Nichts offenbart wohl in Pfeiffers Darstellung diese Entwicklung nachdrücklicher als der lakonische Bericht über den „letzten Fahnenflüchtigen der Volksmarine“ (S. 144f.), immerhin einen hohen Offizier des Ingenieur-Bau-Bataillons 18, der sich im August 1989 gemeinsam mit seiner Frau über die gerade geöffnete Grenze von Ungarn nach Osterreich abgesetzt und seinen Dienstvorgesetzten via Kartengruß aus Osterreich von seiner Desertion in Kenntnis gesetzt hatte. Ingo Pfeiffers sehr gut lesbares Buch ist Marine- wie DDR-Historikern zur Lektüre nachdrücklich empfohlen.

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