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 Jan von Flocken: Friedrich I. von Brandenburg im Kai Homilius Verlag - Startseite

Startseite > Gesamtverzeichnis > Kulturgeschichte > Friedrich I. von Brandenburg

Friedrich I. von Brandenburg
von Jan von Flocken
Krieger und Reichsfürst im Spätmittelalter
176 Seiten, Hardcover, 2010
Kulturgeschichte Band 7, 22.90 €
Bestell-Nr. 00007
Direkt beim Verlag bestellen


Friedrich I. (1371-1440), Stammvater der Dynastie Hohenzollern, setzte zwei Könige ein, kämpfte gegen Türken und Hussiten, nahm einen Papst gefangen, eroberte Berlin und war Gemahl der schönsten Frau seiner Zeit. Er prägte maßgeblich die Politik des deutschen Spätmittelalters. Erstmals liegt hier eine vollständige Biografie über das wildbewegte Leben Friedrichs von Brandenburg vor.

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Aus dem VORWORT


Mit einem Dementi zu beginnen, ist allemal riskant. Gleichwohl sei festgestellt: Nein, Friedrich I. von Hohenzollern, das ist nicht jener Perückenmann, der sich 1701 in Königsberg die preußische Krone aufs Haupt setzte. Nicht jener „Schiefe Fritz“, der als Kurfürst von Brandenburg ein Dutzend Regierungsjahre nebst Unsummen daran gab, aus der kleinen „Streusandbüchse“ Mark ein Königreich zu zimmern.
Unser Friedrich lebte 300 Jahre früher. Sein energischer Griff nach der Mark Brandenburg war freilich staatspolitisch genauso bedeutend wie die Krönung seines Nachfahren. Nur fand dieses Friedrichs Griff in einer Zeit statt, die uns heute trotz eskalierender Mittelalter-Begeisterung einigermaßen fremd dünkt. Vielleicht, weil sie sich so gegensätzlich, unentschieden, so vielfältig und zerrissen präsentiert - dermaßen irritierend, daß man den sehnlich erwünschten Helden und seine Taten darüber aus dem Auge verlieren kann. Ja, schlimmer noch, der Gute und der Böse treten oft in wechselnden Rollen auf. Es war, so der französische Historiker Jacques LeGoff, „die wirre Zeit des sogenannten Spätmittelalters, in der eine krisengeschüttelte Welt der Vergangenheit und die Renaissance als neues Zeitalter gegeneinander wüteten“.

Just in dieser Epoche beginnt der eigentliche Aufstieg der Dynastie Hohenzollern, welche als Burggrafen von Nürnberg maßgeblich die deutsche Reichspolitik prägen und schließlich in Gestalt Friedrichs I. sich bis 1417 die Kurfürstenwürde und Markgrafschaft Brandenburg sichern. Dies geschah, während aus Asien drohend die Türkengefahr auftauchte, im Hussitenkrieg erstmals religiöser mit nationalistischem Eifer sich vermischte und Deutschland geplagt wurde von Kämpfen zwischen königlicher Zentralgewalt und fürstlicher Landesherrschaft.

Friedrich I. von Hohenzollern (der seit 1878 keine gründliche biografische Würdigung mehr erfuhr) war ein typisches Kind seiner Zeit und dennoch souverän genug, ihren Entartungen zu trotzen. Selten findet man einen Herrscher, der so pflichtbewußt und prinzipientreu zu seinem Wort stand. „Gottes schlichten Amtmann in dem Fürstentum“ nannte er sich – seltsames Bekenntnis während einer Ära, da Propaganda in eigener Sache sich gerade als frühe Blüte zu etablieren begann. Und sehr zurückhaltend für einen Mann, der immerhin dank seinem Talent einen römisch-deutschen König absetzte, dafür zwei neue installierte und gleichsam im Vorübergehen auch noch einen Papst arrestierte.
Zweifellos gehört Friedrich zu den bedeutenden Gestalten seiner Zeit. Was ihm aber für immer einen Platz unter den Großen unserer deutschen Geschichte zuweist, ist sein Auftreten in der desolaten Mark Brandenburg  - ein politisch-diplomatisch-militärisches Meisterstück. Und Grundstein für weitere 500 Jahre historischen Aufschwung. Dennoch blieb er ein Stiefkind der Historiker. Wenn sich um Friedrich „ein verklärender Nimbus gebildet“ hat, wie ihn Hans-Joachim Schoeps erblickt, so findet das in der Geschichtsschreibung, auch in der prononciert borussischen, keinen konkreten Widerhall.
Ein Mann mit größerem gestalterischem Weitblick ist in der Epoche des deutschen Spätmittelalters kaum zu finden. Denkmalhaft mag das anmuten, so als sei hier ein Archetyp am Werk, kein Mensch aus Fleisch und Blut. Da indes der Buchdruck Anfang des 15. Jahrhunderts noch unbekannt war, fehlen uns dessen geschwätzige Kleinode, die häufig den erhabenen Fürsten auf eine Ebene des Allzumenschlichen herabholen. Wir wissen herzlich wenig über die Privatperson Friedrich; vieles muß interpolierend aus verstreuten Quellen geschöpft werden. Aber schon dies scheint Material genügend, in dem Hohenzollern eine Persönlichkeit zu erkennen, die ihre Brandenburger Untertanen zu Recht „unseren Markgrafen Friederich, einen Fürsten lobesamen“ nannten.

Von Siegen nie geblendet, von Niederlagen nicht gebeugt, steht der Fürst am Anfang einer langen Ahnenreihe und mit ihm sein Wahlspruch: „Hier gut Zollern – Hier gut Brandenburg allwege.“

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