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Der Burgwall am Kap Arkona
von Peter Feist
- die Jaromarsburg
28 Seiten, Broschüre, 1995
Der historische Ort Band 1, 2.60 €
Titel ist derzeit vergriffen!
Obwohl es sehr viele unterschiedliche Formen beim Bau von Burgen
gegeben hat, findet sich in allen Anlagen eine ähnliche funktionelle
Gliederung.
Die Verteidigungslinie wurde durch Annäherungshindernisse (Vorwälle,
Gräben) gebildet, deren Kern ein großer Wall mit oft mehrstöckigem
Wehrgang darstellte. Im Inneren der Anlage gab es Wohnbauten und verschiedene
Wirtschaftsgebäude.
Die der Verteidigung dienenden Gräben waren über 5 m breit und
in Niederungen häufig mit Wasser gefüllt.
Den am meisten gefährdeten Punkt jeder Burg, das Tor, schützte
man mit besonderem Aufwand. Die slawischen Burgenbauer kannten Tunneltore,
bei denen der Eingang durch den Wallkörper hindurchgeführt wurde
und Torgassen, bei denen man zwei Wallenden versetzt aneinander vorbeiführte
Häufig war das Tor zusätzlich durch einen mehrstöckigen
Torturm gesichert. ...
In der Tempelburg begingen die Ranen einmal im Jahr ihr großes Erntefest,
bei dem die Priester den Ertrag des kommenden Jahres voraussagten. Dazu
füllte der Priester den Ertrag des kommenden Jahres voraussagten.
Dazu füllte der Priester das Trinkhorn an der Statue des Svantevit
mit einer Flüssigkeit. Die große Feier begann mit einem Opfer
zu Ehren Svantevits, dann folgte ein festliches Mahl. Am Morgen nach dem
Fest untersuchte der Priester sorgfältig den Inhalt des Trinkhorns.
Hatte sich im Laufe des vorangegangenen Jahres die Flüssigkeit verringert,
so war dies der Hinweis auf eine schlechte Ernte im folgenden Jahr. War
nichts von der Flüssigkeit verschwunden, so versprach der Gott eine
reiche Ernte. Nach dem Ergebnis bestimmten die Priester, wie viele Vorräte
angelegt werden mußten.
Die Burgwälle der Insel Rügen, Stettin
o. J. (1869?)
Berlekamp, H., Die Funde aus den Ausgrabungen im Burgwall von Arkona auf
Rügen in den Jahren 1969 - 1971, in: Zeitschrift für Archäologie,
Jg. 8 (1974)
Haas, A., Arkona im Jahre 1168, Stettin 1925
Haas, A., Beiträge zur Kenntnis der rügenschen Burgwälle,
Baltische Studien, NF 14, 1910
Herrmann, Joachim, Arkona auf Rügen - Tempelburg und politisches
Zentrum der Ranen vom 9. - 12. Jahrhundert. Ergebnisse der archäologischen
Ausgrabungen 1969 - 1971, in: Zeitschrift für Archäologie, Jg.
8 (1974)
Herrmann, Joachim, Die Slawen in Deutschland, Ein Handbuch, Berlin 1985
Lehmann, H., Rügen. Sagen und Geschichten, Schwerin 1968
Petzsch, W., Rügens Burgwälle und die slawische Kultur der Insel,
Bergen/Rügen 1927
Petzsch, W., Deutsche Ausgrabungen auf deutschem Boden, Karlsruhe 1937
Schuchhardt, Carl, Arkona - Rethra - Vineta, Berlin 1926
Einen ausführlichen Literaturnachweis finden Sie in:
P. Feist, A. Petrykowski, A. Fach, Schlösser und Burgwälle auf
Rügen, Kolog-Verlag Berlin, 1993, ISBN 3-928556-08-8