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 Carsten Neumann: Schloß Güstrow im Kai Homilius Verlag - Startseite

Startseite > Gesamtverzeichnis > Der historische Ort > Schlösser > Schloß Güstrow

Schloß Güstrow
von Carsten Neumann
28 Seiten, Broschüre, 2002
3. aktualisierte Auflage
Der historische Ort Band 14, 2.60 €
Bestell-Nr. 01014

Titel ist derzeit vergriffen!


LESEPROBE


Bevor der heutige Schloßbau durch die mecklenburgischen Herzöge errichtet wurde, stand auf diesem Platz eine Burg der Herren von Werle. Am Anfang des 13. Jh. errichteten die werleschen Fürsten, eine Nebenlinie des mecklenburgischen Herrscherhauses, ihre Nebenresidenz in der Stadt Güstrow. 1258 wird diese Burg erstmals erwähnt. Bereits 1436 stirbt das Geschlecht aus, sein Territorium mit dem Stammsitz in Burg Werle bei Bützow und der Güstrower Burg fällt zurück an die Hauptlinie der mecklenburgischen Herzöge.
Mitte des 16.Jh. befindet sich die Burg in beklagenswertem Zustand. Von der mittelalterlichen Anlage liegt keine bildliche Überlieferung vor. Lediglich auf der Darstellung Güstrows von Vicke Schorler (1585) ist neben den neuen Flügeln noch der Rest des mittelalterlichen Nordflügels mit zahlreichen Türmen und Spitzen zu erkennen.

Im Jahre 1557, als sich Ulrich auf einer Reise nach Sachsen befindet, brennt es in der alten fürstlichen Burg. Durch den Brand werden die südlichen Teile des Gebäudes vernichtet, die westlichen in Mitleidenschaft gezogen. Für Ulrich bietet sich nun die willkommene Gelegenheit, eine moderne Residenz errichten zu lassen. 1558 wird der Bauvertrag mit dem Architekten Franz Parr (?-1580), geschlossen. Die Familie Parr war bereits vorher in Schlesien an Schloßbauten, so in Brieg, maßgeblich beteiligt. Zusammen mit seinen Brüdern, die u.a. an der Innenausgestaltung arbeiten werden, kommt Franz Parr an den Güstrower Hof. In etwa sieben Jahren errichtet er den Süd- und Westflügel des neuen Schlosses. Geplant war von ihm wohl auch die Errichtung eines nördlichen und östlichen Flügels, womit ein Schloß mit einem großen rechteckigem Hof entstanden wäre. Aber bereits 1567 verläßt Parr wegen Streitigkeiten mit Herzog Ulrich den Bauplatz in Güstrow. Somit bleibt der Südflügel unvollendet, wie man heute noch an den Mauerkanten des Treppenturmes erkennen kann. Dennoch entsteht durch Parr ein außergewöhnliches Renaissance-Ensemble.

Das über den beiden Kellergeschossen liegende Erdgeschoß weist die besterhaltensten Räume auf. Hier befindet sich im Südflügel des Jagdsaal, dessen gewölbte Decke auf zwei Sandsteinsäulen ruht. An der hinteren (östlichen) Säule hat sich Hans Strol (Südflügelgalerie) mit seinem Steinmetzzeichen und der Jahreszahl 1599 verewigt. ... Eine Kartusche mit einem Geweih an der Hofseite des Saales verweist wie vieles im Schloß auf die Beschäftigung der Herzöge mit der Jagd. Die übrigen Säle des Geschosses besitzen prachtvolle Deckengestaltungen, z.B. der Vorraum des Jagdsaales (arabeske Bemalung). Die daran anschließenden Räume sind mit Stuckdecken versehen (z. B. der westlichste Raum des Südflügels). Von der Decke des Kabinetts im Südwestturm hängt ein goldener Pinienzapfen frei herab. ...

Die wohl am reichsten ausgestalteten Räume befanden sich im 1. Obergeschoß (Festsaaletage). Als Höhepunkt der Innenausstattung gilt der Festsaal mit seiner prachtvollen Stuckdecke aus dem Jahr 1620... .
Geschildert werden auf den plastischen Reliefs die Jagd auf verschiedene Tiere aus aller Welt und antike Arenakämpfe zwischen Mensch und Tier. ... Die Wände des Saales schmückt ein Fries mit den Namen der 16 Ururgroßeltern Herzog Ulrichs. Darunter wurde um 1570 durch Christoph Parr, einem Bruder des Baumeisters, ein reliefierter Reh- und Hirschfries unter Verwendung echter Geweihe angebracht. ...
Das Turmkabinett im SW-Turm zeigt seit der Restaurierung wieder seine frühbarocke illusionistische Ausmalung, die wohl 1657 (Inschrift), also zur Zeit Gustav Adolphs, entstanden sein muß. An der Decke sind die vier Weltreiche der Antike (Babylon, Persien, Griechenland und Rom) mit ihren Wappentieren nach Kupferstichen von Matthäus Merian d.Ä. dargestellt, die Wände ziert eine Scheinarchitektur. Bei der Ausmalung wurden Blattgold und Blattkupfer zur Steigerung des Farbeffektes verwendet.

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Literatur:


Ernst Badstübner, Brandenburg: Zwischen Elbe und Oder - Kunst und Geschichte des norddeutschen Binnenlandes. Köln, 1993
ETRO-Verlag (Hrsg.), Cottbus und Umgebung. Bad Soden - Salmünster, o. J.
Norbert Nussbaum, Deutsche Kirchenbaukunst der Gotik. Darmstadt, 1994
Heinrich Pleticha (Hrsg.), Deutsche Geschichte. Gütersloh, 1993.
G. Schneider und S. Kohlschmidt, Cottbus. Berlin, 1991.

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