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 Thomas Raschke: Die Sophienkirche in Berlin im Kai Homilius Verlag - Startseite

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Die Sophienkirche in Berlin
von Thomas Raschke
28 Seiten, Broschüre, 2002
Der historische Ort Band 160, 2.60 €
Bestell-Nr. 01160
Direkt beim Verlag bestellen

KURZINFO


Zwischen 1680 und 1709 verdreifachte sich die Bevölkerung Berlins. Um die mittelalterliche Doppelstadt Berlin-Cölln entstand ein Ring von Vorstädten um den Zuwachs aufzunehmen. Eine dieser Vorstädte war die Spandauer Vorstadt vor dem Spandauer Tor (heute etwa Hackescher Markt) an der alten Landstraße nach Spandau, heute die Oranienburger Straße. Nachdem die Bewohner der Vorstadt 1711 um eine eigene Kirche ersucht hatten, stiftete Königin Sophie Charlotte 1712 4000 Taler für den Kirchenbau.
Die Sophienkirche entstand als Quersaalbau. Über einem rechteckigen Grundriss erhobt sich ein ungeteilter Raum. Das liturgische Zentrum - Kanzel, Altar und Taufe - war vor der Mitte der Südwand und so im Zentrum des Raumes. Den gesamten Innenraum umliefen zwei Geschosse hölzerner Emporen, die von einfachen runden Holzpfeifern getragen wurden. Das Äußere der Kirche war schlicht, ihren Turm erhielt sie erst 1729-35.
1833 wurde die Kirche umgebaut und der Sakristeianbau an der Südseite geschaffen. Aus dem querorientierten Raum wurde ein längsorientierter, der Altar und die Kanzel wurden an die Ostseite verlegt. Zudem wurde die zweite Empore entfernt, um den Raumeindruck zu vereinfachen.
1891/1892 erfolgte ein weiterer Umbau der Kirche, der so stark in die Bausubstanz eingriff, dass er beinahe einem Neubau gleich kam. Die Decke wurde erhöht, der Dachstuhl völlig erneuert, der Fußboden abgesenkt und es entstand eine Altarnische. Die heutige Wandgliederung und das Dekor stammen aus diesem Umbau. Der repräsentative Zugang von der Hamburger Straße entstand etwas später (nach 1904/5).

Die Sophienkirche bildet noch heute den geistlichen Mittelpunkt der evangelischen Gemeinde in der Spandauer Vorstadt. Sie ist von einem Kirchhof umgeben, der zunächst als Friedhof gedient hatte und um 1870 in einen Park umgewandelt wurde. Dabei wurden einige Grabmäler bedeutender Persönlichkeiten erhalten.

Leseprobe:


... Jeweils ein Paar gleicher Säulen steht vor der Fassade; es trägt einen Giebel - eine klassische Architekturform, die Ädikulas genannt wird. Die Säulenordnungen "verschleifen" die kubische Grundform des Turms, lassen ihn lebendiger wirken. Dazu trägt das stark gebrochene Gesims bei. Die Ädikulenpfeiler der oberen, verjüngten Glockengeschosses scheinen in der Seitenansicht jeweils über den Ecksäulen der unteren zu stehen. Das Gesims ist hier durch Verkröpfungen noch plastischer geformt. Die architektonisch-gestalterische Aufgabe eines solchen Turmbaus, nämlich die Massenwirkung stufenweise, von Geschoß zu Geschoß, aufzulösen, ist hier in klarer Weise, ohne größeren plastischen Dekor, hervorragend gelungen. Wie ein Triumph über alle Schwerkraft und irdische Befangenheit wirkt die schön geschwungene Haube. Ihre Formen scheinen sich spielerisch leicht zu bilden. Die Spitze bilden ein Obelisk und die vergoldete Himmelskugel (Symbole weltlicher bzw. göttlicher Macht). Die Wetterfahne darüber zeigte ursprünglich den preußischen Adler unter der Sonne - ein Emblem preußischer Stärke Non soli cedit (Er weicht der Sonne nicht!) und das Motto König Friedrich Wilhelms. Die Konstruktion erwies sich als zu schwer und wurde 1824 durch das einfache Sonnenzeichen ersetzt. Der Turm wirkt bis heute als beeindruckende handwerklich-technische Leistung. Zu seiner Bauzeit war dies noch weit stärker der Fall. Der Einsturz des Münzturms zu Anfang des Jahrhunderts stand als Mahnung über allen entsprechenden Vorhaben. ..."

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Literatur:


Witte, Wilhelm: Geschichte der Sophienkirche zu Berlin 1712-1912. Festschrift Berlin 1912.
Badstübner, Ernst und Sibylle Badstübner-Gröger: Kirchen in Berlin, Berlin 1987.

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