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 Carsten Neumann: Schloß Bothmer im Kai Homilius Verlag - Startseite

Startseite > Gesamtverzeichnis > Der historische Ort > Schlösser > Schloß Bothmer

Schloß Bothmer
von Carsten Neumann
28 Seiten, Broschüre, 2006
3. aktualisierte Auflage
Der historische Ort Band 30, 2.60 €
Bestell-Nr. 01030
Direkt beim Verlag bestellen

LESEPROBE


Im Klützer Winkel, dem nordwestlichen Teil Mecklenburgs, liegt das größte Barockschloß des Landes. Vor den Toren des Ortes Klütz, der 1938 Stadtrecht erhielt, wurde in der Zeit um 1730 für den Grafen Bothmer das imposante Ensemble roter Backsteingebäude errichtet. Nicht nur das Äußere des Schlosses, sondern auch die Gestaltung der Innenräume ist einmalig in Mecklenburg. Dabei schließt sich Schloß Bothmer den aktuellsten Strömungen der Kunst der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts an und stellt eine Verbindung aus verschiedenen europäischen Einflüssen dar.
Über zwei Jahrhunderte lang war das Schloß Sitz der Familie von Bothmer gewesen. Durch den Erbauer des Schlosses und seine Nachfahren wurde die Gegend um Klütz nachhaltig geprägt. Auch heute noch ist Schloß Bothmer, von dem aus die Bothmerschen Güter verwaltet wurden, ein Hauptanziehungspunkt für die Besucher dieses landschaftlich reizvollen Winkels an der Ostsee. Die großzügige Anlage von Schloß Bothmer läßt auch heute noch viel von der einstigen barocken Lebensweise seiner Bewohner im 18. Jahrhundert erahnen.

Der wohl schönste und zugleich intimste Raum ist ein kleines Kabinett im westlichen Teil des Erdgeschosses. Dieses Intarsienkabinett ist ein Meisterwerk des Tischlerhandwerks. Verantwortlich für die Anfertigung der Paneele dürfte der mit den Tischlerarbeiten im Schloss betraute spätere hannoversche Hofarchitekt J.P. Heumann gewesen sein. Die dunkel-honigfarbene Holzvertäfelung reicht bis unter die nach einem Entwurf von Künnecke ausgeführte Stuckdecke. In sehr feiner Arbeit findet man verschiedene Ornamente als Intarsien ausgeführt. Bandelwerk, Akanthus, Vasen und Kartuschen und wiederum verschiedene Muscheln schmücken die Wandflächen. An der Wand rechts neben dem Kamin ist bis heute unverändert ein mit Intarsien geschmückter Wandschrank zu sehen. Allein der Aufwand, der zur Anfertigung des Paneels betrieben werden musste, lässt vermuten, dass dieser Raum eine besondere Nutzung erfahren hat. Denkbar ist hier z.B. ein Schreibkabinett. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Raum als Schlosskapelle genutzt. Bemerkenswert ist zudem d9ie Stuckdecke des kleinen Raumes. Schon der Entwurf Künnecks zeigt die drolligen weiblichen Figuren, die an die groteske Ornamentik der Renaissancezeit erinnern und vielleicht durch die Portalfiguren des Wismarer Fürstenhofes inspiriert sind.

Die Verbindung zum Obergeschoss, der Etage mit den Festräumen, wird durch das Treppenhaus hergestellt.
Die Treppe wird flankiert von einem mit Voluten verzierten schmiedeeisernen Gitter. Über dem ersten Treppenabsatz nahm die rundbogig geschlossene Nische wohl ehemals eine Figur oder Vase auf. Das Rundfenster unterhalb der Treppe, das zur Beleuchtung des Kellerabganges dient, ist ein für Künneckes Architektur typisches Motiv. Den Entwurf zur Stuckdecke mit der barock-illusionistischen Balustrade, die den Raum nach oben offen erscheinen lassen soll, fertigte ebenfalls Künnecke an.

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Literatur:


Adamiak, Josef: Schlösser und Gärten in Mecklenburg. Leipzig 1975.
Autorenkollektiv: Die Bau- und Kunstdenkmale in der mecklenburgischen Küstenregion. Berlin 1990.
Bothmer, Hubertus von: "Schloß Bothmer - Die Grafen Bothmer in Mecklenburg." In: Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg. Bruno Sobotka). Stuttgart 1993.
Bothmer, Karl von, Georg Schnath (Hrsg.): Aus den Erinnerungen des Hans Kasper von Bothmer - Lehr- und Wanderjahre eines hannoversch-englischen Staatsmannes um 1700 (=Quellen und Darstellungen zur Geschichte Niedersachsens Bd. 44). Hildesheim und Leipzig 1936.
Grigoleit, Geert: Schlosspark Bothmer - Erarbeitung eines Konzeptes zur Erhaltung des Alleensystems. Diplomarbeit (MS), Freising 1998.
Neumann, Carsten: Das Schaffen des Architekten Johann Friedrich Künnecke in Mecklenburg. Magisterarbeit (MS), Greifswald 1996.
Restaurierungsgutachten Schloß Bothmer (angefertigt durch das Architektenbüro Schramm, v. Bassewitz, Hupertz & Partner). Hamburg o. J.

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