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Das Brandenburger Tor
von Peter Feist
28 Seiten, Broschüre, 2003
2. aktualisierte Auflage
Der historische Ort Band 33, 2.60 €
Der 14. Oktober 1806 war der schwärzeste Tag in der Geschichte
Preußens. An diesem Tag wird in der Doppelschlacht von Jena-Auerstädt
die Armee, die sich seit der Zeit Friedrichs des Großen unbesiegbar
wähnte, von Napoleon vernichtend geschlagen. Am 27. Oktober zieht
der französische Kaiser durch das Brandenburger Tor in Berlin ein.
In seinem Gefolge befindet sich ein ungewöhnlicher Begleiter, Baron
Dominique Vivant Denon. Dieser Baron hat die Aufgabe, für Napoleon
in allen eroberten Ländern Kunstschätze zu requirieren und sie
nach Frankreich zu bringen. ...
Wenige Wochen nach der Ankunft Napoleons in Berlin verhandelt Denon mit
Schadow über die Ablieferung der Quadriga. Der kunstsinnige Beutemacher
will von Schadow wissen, wer die Quadriga gefertigt hat, damit dieser
sie richtig verpacken und zum Versand vorbereiten kann. Und so muss der
Potsdamer Jury sein eigenes, vor dreizehn Jahren geschaffenes Meisterwerk
vom Brandenburger Tor herunterholen. Vom 2. bis 8. Dezember wird die Quadriga
demontiert, in zwölf Kisten verpackt und am 21. Dezember auf die
fünfmonatige Reise nach Paris geschickt.
Obwohl sie sieben Jahre in der Stadt an der Seine bleiben wird, ist bis
heute nicht geklärt, ob sie in Paris jemals öffentlich gezeigt
wurde.
Als sich die Preußen Paris nähern, werden die Kisten noch einmal
versteckt, aber es nützt alles nichts!
Am 4. April 1814 sandte Feldmarschall Blücher folgende Meldung nach
Berlin: "Es ist gelungen, den vom Kaiser Napoleon im Jahre 1807 von
dort weggeführten Siegeswagen, zunächst hier wieder aufzufinden
..."
Noch am selben Tag sollen die 15 Kisten, auf sechs Wagen verteilt, Paris
verlassen haben.
Demps, Laurenz: Das Brandenburger
Tor. Berlin 1990.
Kieling, Uwe, Berlin - Baumeister und Bauten. Berlin 1987.
Cullen, M./Kieling, U. Das Brandenburger Tor. Geschichte eines deutschen
Symbols. Berlin 1990.
Stratenschulte, Eckart D. Das Brandenburger Tor. Berlin 1991.
Dieter Zimmer/ Carl Ludwig Paschke. Das Tor. Deutschlands berühmtestes
Bauwerk in zwei Jahrhunderten. DVA Stuttgart 1991. (darin ausführliches
Literaturverzeichnis)