
- der Ort der dem Land seinen Namen gab
Peter Feist
Der historische Ort
2. aktualisierte Auflage 2004, 2.60 €

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Burg Anhalt, der Ort der dem Land seinen Namen gab
von Peter Feist
- der Ort der dem Land seinen Namen gab
28 Seiten, Broschüre, 2004
2. aktualisierte Auflage
Der historische Ort Band 35, 2.60 €
Bestell-Nr. 01035![]()
Wie Adolf Schweitzer berichtet, stammt
der Burgname, einer Sage nach, von der Bezeichnung "An Holt",
was soviel wie "ohne Holz erbaut" bedeuten soll; in einer Zeit,
da steinerne Burgen im Harzgebiet noch selten waren und angesichts dessen,
was wir über die erste Burg wissen, nicht völlig unwahrscheinlich
- bekanntlich ist an jeder Sage ein wahrer Kern - , aber doch nicht völlig
überzeugend. Eine andere Deutung des Namens bezieht sich auf ihre
topografische Lage: Burg "an der Halde", also an einem Bergabhang.
Für die Burg sind mehrere Namensformen und Schreibweisen überliefert:
1140 Anholt, 1170,1215 Anehalt; 1296, 1300, 1302 Anahalt; 1342 Anhald;
1429 Ahnhald; 1498, 1507, 1560 Anholt. ...
Im Jahr 1170 nannte sich Bernhard, der jüngste Sohn Albrechts des
Bären, nach seinen Burgen: Graf von Anhalt und Aschersleben. Er wird
zum Stammvater des anhaltinischen Fürstenhauses, ... Auf dem Reichstag
zu Gelnhausen im April 1180 wird der Besitz des der Reichsacht verfallenen
Herzogs Heinrich des Löwen unter seinen Gegnern aufgeteilt, dabei
erhält Bernhard von Anhalt, der Sohn Albrechts des Bärens, Ostsachsen.
Ab diesem Zeitpunkt verschmelzen der Name des Fürstengeschlechts
und der Landschaft allmählich. Es gibt nun kaum noch Nachrichten
über die Burg, lediglich im Jahr 1300 ist eine Urkunde von Fürst
Otto I. auf der Burg Anhalt datiert: ?Anahalt MCCC:
Anhalts Bau- und Kunstdenkmäler,
Dessau 1894
Demmel, Karl, Burg Anhalt in Geschichte und Sage, in: Anhalter Anzeiger,
Dessau, 2. 9. 1936
Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands - Sachsen -Anhalt
Hoffmann, Fr., Die Burgen und Bergfesten des Harz, Quedlinburg 1836.
Schweitzer, Adolf, Burg Anhalt, Anhalter Anzeiger, Dessau 15. August 1926.
Starke, Burg Anhalt im Harz, in: Der Burgwart, XVI, 1915, S. 28ff.
Starke, Die Burg Anhalt im Selketal, in: Der Harz, Heft 2, Magdeburg 1925.
G. Stein; Zur Datierung des Bergfrieds der Burg Stolpe a. d. Oder, in:
Jahrbuch für brandenburgische Landesgeschichte, 6. Band, Berlin 1955.
Stolberg, Friedrich, Befestigungsanlagen in und am Harz von der Frühgeschichte
bis zur Neuzeit. Ein Handbuch. Hildesheim 1968.
Wäscher, Hermann, Feudalburgen in den Bezirken Halle und Magdeburg,
Berlin 1962.
Wenzel, E., Burg Anhalt im Harz, Magdeburgische Tageszeitung, 13.2.1931.