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Der historische Ort
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Als Stralsund eine Festung war
von Horst Auerbach
28 Seiten, Broschüre, 1998
Der historische Ort Band 43, 2.60 €
Bestell-Nr. 01043![]()
Dort, wo sich heute die Hansestadt
Stralsund erstreckt, gab es im 12. Jahrhundert eine slawische Siedlung.
Das Land gehörte zum Fürstentum Rügen. Nach dem Fall der
Tempelburg an Kap Arkona 1168 wurde der Fürst von Rügen Vasall
des dänischen Königs.
In dieser Zeit kamen aus den elbischen Gebieten viele Einwanderer an die
südliche Ostseeküste. Es waren Bauern, Handwerker und Kaufleute.
Sie brachten Erfahrungen im Handwerk, im Handel, im Ackerbau und in der
Viehzucht mit. Viele wurden in der Siedlung am Strelasund seßhaft.
Die Bevölkerung wuchs rasch an. ...
In wenigen Jahrzehnten erreichte die Stadt Stralsund Ausmaße, die
sie dann bis ins 19. Jahrhundert behielt. Die natürlichen Grenzen
bildeten die Teiche, die sie umgaben, und die Meerenge Strelasund.
Die Teiche boten Schutz vor Angriffen von der Landseite. Über See
konnte die Stadt Nachschub an Truppen, Munition und Verpflegung erhalten,
wenn sie angegriffen wurde.
Der Handel mit dem Rügenschen Hering war ein einträgliches Geschäft.
Die junge aufstrebende Stadt beteiligte sich daran und kam dadurch in
Widersprüche zu Lübeck. Um den neuen Konkurrenten auszuschalten,
segelten die Lübecker 1249 mit ihrer Flotte kurzerhand vor die Stadt,
nahmen sie im Handstreich und brannten sie nieder. ....
Durch die geschickte Ausnutzung der geographischen Verhältnisse entwickelte
sich Stralsund im 14. und 15. Jahrhundert zu einer schwer einnehmbaren
befestigten Stadt.