
- der Ort der dem Land seinen Namen gab
Peter Feist
Der historische Ort
2. aktualisierte Auflage 2004, 2.60 €

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Der historische Ort
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Burg Pappenheim
von Thomas Schauerte
28 Seiten, Broschüre, 2000
Der historische Ort Band 58, 2.60 €
Bestell-Nr. 01058![]()
Wir haben die Stadt durch das Obere Tor beim alten Augustinerkloster
verlassen und nähern uns der Burg gleichsam von schräg hinten.
So erhalten wir den ersten bestimmenden Eindruck in Gestalt der hochaufragenden
Südwestansicht. Über der steilen Wand eines mächtigen,
tief durch den Berggrat gesprengten Grabens erhebt sich die Ringmauer
der Vorburg, deren Stirnseite von zweit Ecktürmen flankiert wird.
Eine Rampe führt links daneben hinauf zum Burgtor, das ehedem sicherlich
durch einen Graben gesichert war, das sich hier - von einer stadtseitigen
Pforte an der Hauptburg abgesehen - der einzige Zugang zur gesamten Anlage
befindet. ....
Zwischen den einzig unversehrten Gebäuden hindurchschreitend, steht
man nun im Hof der Vorburg. Zur Rechten handelt es sich um das urkundliche
als "Preissingerinhaus" genannte dreigeschossige Gebäude,
das im Kern noch aus dem 13. oder 14. Jahrhundert stammen mag, dessen
Fensterformen ebenso wie der gotische Treppengiebel Zutaten des 15. Jahrhunderts
sind. In Inneren befindet sich heute das Burgmuseum. ...
Es muß einst ein lebhafter Betrieb in der Vorburg geherrscht haben,
denn die Stammburg eines Reichsministerialengeschlechtes mit zeitweise
gewaltigem Landbesitz konnte auf ein leistungsfähiges Wirtschaftszentrum
kaum verzichten. ...
Im Südwesten der Vorburg erweisen sich die beiden Ecktürme als
Schalentürme, d.h. sie waren zum Hof hin offen. Dies bedeutete geringeren
Bauaufwand, bot dem Geschützrauch guten Abzug und im Falle der Einnahme
der Vorburg dem Feind geringe Deckung. ...
Der markanteste und am wenigsten zerstörte oder veränderte Teil
der Burg ist sicherlich der Bergfried.
Von seiner Aussichtsplattform biete sich ein Blick auf bisher unerwähnte
Teile der Befestigung an. Die Rede ist von den Aussenwerken, die in Gestalt
von Zwingern Vor- und Hauptburg ehedem zur Gänze umgeben haben.
Adamiak, J., Schlösser und Gärten in Mecklenburg, Leipzig 1977
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