Der Hexenturm aus dem frühen 14. Jahrhundert gibt als ehemaliges Stadttor einen guten Eindruck von dem mittelalterlichen Aussehen der Stadtbefestigung. Zu Beginn der Neuzeit diente er als Gefängnis und wahrscheinlich auch als Folterstätte des hier untergebrachten Haupt- und Criminalgerichts des Herzogtums. Obwohl Hexenverfolgungen in Jülich selten waren, hat sich der Name wohl daher abgeleitet.'>

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Festungsstadt Jülich
von Marcus Bernhardt
28 Seiten, Broschüre, 2001
Der historische Ort Band 76, 2.60 €
Bestell-Nr. 01076
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LESEPROBE:


Schon die Römer erkannten den strategischen Wert einer Siedlung am Übergang über die Rur und gründeten den Vicus Juliacum als Etappenort auf der Fernstraße zwischen Köln und den gallischen Provinzen. In der Spätantike wurde mit einem Kastell die erste Befestigung gegen die einfallenden germanischen Stämme geschaffen. In der Mitte des 5. Jahrhunderts siedelten sich germanische Gruppen in Jülich an. Sie verschmolzen mit der Bevölkerung und sicherten eine kontinuierliche Besiedlung Jülichs, die durch Funde in den Gräberfeldern belegt ist.

In der Zeit Karls des Großen wurde Jülich zum Sitz eines Grafen. Ihren Sitz errichteten die Jülicher Grafen allerdings außerhalb der Siedlung. Der Hügel dieser Burgmotte ist erhalten und gab dem heutigen Stadtteil seinen Namen 'Alteburg'. Die hochmittelalterliche Stadtmauer hat sich nur an wenigen Stellen erhalten.
Der Hexenturm aus dem frühen 14. Jahrhundert gibt als ehemaliges Stadttor einen guten Eindruck von dem mittelalterlichen Aussehen der Stadtbefestigung. Zu Beginn der Neuzeit diente er als Gefängnis und wahrscheinlich auch als Folterstätte des hier untergebrachten Haupt- und Criminalgerichts des Herzogtums. Obwohl Hexenverfolgungen in Jülich selten waren, hat sich der Name wohl daher abgeleitet.

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