
- der Ort der dem Land seinen Namen gab
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Der historische Ort
2. aktualisierte Auflage 2004, 2.60 €

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Burg Rheinstein
von Ekkehard Zimmermann
28 Seiten, Broschüre, 2001
Der historische Ort Band 79, 2.60 €
Bestell-Nr. 01079![]()
Die linksrheinisch zwischen Bingen und Trechtingshausen gelegene Burg thront auf einem Felssporn, 90 Meter über dem Rhein, in idealer Verteidigungsposition eines Bollwerks des Mittelalters. Dem Betrachter bietet sich das Bild eines märchenhaft aufstrebenden Bauwerkes, fast entrückt allem Irdischen, viel besungen und bewundert. Die Substanz der Mauern hat die Jahrhunderte überdauert, wohl über 1000 Jahre sind sie alt und trotz vieler Veränderungen bleiben ihre Zinnen ein Sinnbild von malerischer Kulisse und der Vorstellung vergangender Tage im Leben des edlen Rittertums. Wer die Burg besuchen will, kann auf gut ausgebautem Weg leicht zu Fuß bergauf den Eingang erreichen.
Ein Blick in die Geschichte der „Vaitsburg“ (so der Name bis zum 19. Jahrhundert) verrät viel Aufregendes, aber auch Lethargie von Verfall und Niedergang, Höhen und Tiefen eines bewegten Daseins. Als Zollstätte erbaut, schenkte um 980 Kaiser Otto II. den Ort dem Erzbistum Mainz. Den Ausbau als Schutzburg betrieben die Bischöfe konsequent weiter, bis im 13. Jahrhundert das Raubritter-Unwesen die Vaitzburg bedrohte. Die auch als „Vogtsburg“ bezeichnete Feste stand auf der Seite des Rheinischen Städtebundes und entging dadurch dem Untergang durch die wehrhaften Städte. Überliefert ist auch der wiederholte Aufenthalt des deutschen Königs Rudolf I. von Habsburg auf der Burg. Er richtete über die Raubritter am Rhein und verurteilte sie zum Tode, um mit harter Hand zu demonstrieren, daß das „edle deutsche Rittertum“ Außenseiter nicht duldete.
Rathke, Ursula: Preußische Burgenromantik am Rhein, Prestel-Verlag,
München 1979.
Festschrift "20 Jahre Freunde der Burg Rheinstein e.V."
Zeitschrift "Der Rheingauer", Heft 4, Geisenheim, Oktober 1998.