
Jürgen Scharnweber
Der historische Ort
3. aktualisierte und völlig überarbeitete Auflage 2010, 2.60 €

Peter Feist
Der historische Ort
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Als Minden eine Festung war (1500-1873)
von Martin Beutelsbacher, Christiane Hoffmann
28 Seiten, Broschüre, 2001
Der historische Ort Band 82, 2.60 €
Bestell-Nr. 01082![]()
Nachdem die Stadt Minden ab 1306 die Oberaufsicht durch den Stadtherren,
den Bischof von Minden abschütteln konnte, wurden auch die Verteidigungsaufgaben
und die Wehrhoheit von der Bürgerschaft wahrgenommen. Ab 1501 wurden
die veralteten Festungsanlagen modernisiert und erweitert.
Um die alte Stadtmauer herum wurden in einem Abstand von 10 bis 12 Metern
neue Wälle angeschüttet. An der Escarpe daß der neue Wall
auf hohen Futtermauern. Der Verlauf der neuen Wälle paßte sich
den mittelalterlichen Mauern an. Nur die Weserfront im Südosten der
Stadt wurde nach außen verschoben, so daß das Bett des Flüßchens
Bastau innerhalb der Festung verlief.
Als Eckpunkt der weserseitigen Walfront wurde das Weserrondell an der
Weserbrücke neu angelegt. Auf dem östlichen Ufer der Weser schützte
ein Brückenkopf mit einem viereckigen Turm den Zugang zur Weserbrücke.
Die Bewässerung der neuen Gräben wurde durch den Zulauf der
Bastau gespeist.
Nur auf einem kleinen Stück an der Nordwestseite Mindens zwischen
dem Hahlertor und dem Marientor fiel der Graben wegen der Hanglage bergan
trocken.
Vermutlich hatte dieser Wallgürtel nur wenige Bollwerke, die an den
Eckpunkten der Befestigung lagen. Darüber hinaus waren einfache,
turmartige Tore, nicht unähnlich den mittelalterlichen Tortürmen,
in den Wall eingearbeitet. Zwischen den älteren inneren Tortürmen
und den äußeren neuen Toren waren Brücken angelegt.
1200 Jahre Minden, Festschrift zum Stadtjubiläum 1998, Minden 1998.
Ellerbrock, Karl-Peter und Schuster, Marina Hg.: 150 Jahre Köln-Mindener
Eisenbahn, im Auftrag der Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv,
Essen 1997
Meinhard, Volkmar Ulrich, Die Festung Minden, Minden 1958.
Schroeder, Wilhelm, Chronik der Stadt Minden, Minden 1883.