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Mittelalterliche Stadtansicht - Angermünde
von Peter Feist
28 Seiten, Broschüre, 1995
Der historische Ort Band 9, 2.60 €
Bestell-Nr. 01009![]()
Die zum Teil durch neuzeitliche Überbauung schwer mitgenommene
Burgruine aus spätromanischer-frühgotischer Zeit ist das älteste
Bauwerk der Stadt. Es sind nur noch Reste eines aus Feldsteinen bestehenden
Torturmes mit einer spitzbogigen Durchfahrt, eines sechsseitigen Eckturms
aus Backstein und von Teilen der Ringmauer vorhanden. ...
Von der Stadtmauer, die schon im Jahre 1292 urkundlich erwähnt wurde,
ist nur ei kleiner Mauerzug im Süden der Stadt erhalten geblieben.
Es ist eine Backsteinmauer auf einem Feldsteinsockel, deren Stärke
mit 1,15m angegeben wird. Beherrscht wird dieser Mauerabschnitt vom "Pulverturm",
ein ebenfalls aus Backstein errichteter Rundturm aus dem 15. Jahrhundert.
Er hat einen Zinnenkranz und einen gemauerten Spitzhelm. Bis in das 17.
Jahrhundert soll er als Schuldturm genutzt worden sein, im 18. Jahrhundert
wurden hier die städtischen Pulvervorräte gelagert. An der Stadtmauer
findet sich auch noch der Rest eines Wiekhauses. ...
Die Wiek- oder Weichhäuser sind eine vor allem in Norddeutschland
vorkommende regionale Sonderform der Stadtbefestigung.
Es handelt sich um halbkreisförmige oder quadratisch aus dem Mauerverband
vorspringende, im Inneren offene Wehrbauten mit Scharten und Zinnen. Mit
ihren oftmals mehrstöckigen Kampfplattformen ersetzen sie den Wehrgang.
Ihr Abstand zueinander ist so bemessen, dass sich die Verteidiger gegenseitig
unterstützen und decken konnten.
Handbuch der historischen Stätten Deutschlands.
Berlin Brandenburg, Stuttgart 1985
Kulturhistorische Streifzüge. Prignitz-Ruppiner Land-Uckermark, Fremdenverkehrsverband
Brandenburg Nord e.V., o. O. 1993
Piltz, Georg, Kunstführer durch die DDR, Berlin/Leipzig/Jena 1969
Richter, Brigitta, Geheimtip Uckermark. Ausflüge in das Berliner
Umland, Berlin 1992
Schleyer, W., Chronik der Stadt Angermünde, o. O. 1935