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Vom angeblichen Antisemitismus der DDR
von Detlef Joseph
112 Seiten, Taschenbuchausgabe, 2008
COMPACT Band 1, 7.50 €
Bestell-Nr. 12001![]()
Im Januar 1992 veröffentlichte der SPIEGEL die Ergebnisse einer Umfrage unter 2.000 West- und 1.000 Ostdeutschen. Die Ergebnisse bewertend, konstatierte die Zeitschrift: „Daß unter den Ostdeutschen weit weniger Antisemiten zu finden sind als unter den Westdeutschen, ist ein für die gesamte Umfrage typisches Ergebnis. Durchgängig äußern sich Ostdeutsche weniger antisemitisch, rechtsradikal und ausländerfeindlich als die Westdeutschen.“
2008: Derzeit reist Anetta Kahane mit der Wanderausstellung „Das hat’s bei uns nicht gegeben. Antisemitismus in der DDR“ durchs Land, die den alltäglichen Antisemitismus in der DDR zeigen soll. Geforscht haben Jugendliche. Von den Mainstream-Medien hochgejubelt, ist die Ausstellung dagegen unter Kennern der DDR-Geschichte höchst umstritten. Eine Debatte begann. Detlef Joseph, der sich mit diesem Büchlein zu Wort meldet, fand Erstaunliches heraus, stellt richtig, regt zum Nachdenken an.
„Die Verfechter der These spekulieren womöglich auf jene Wirkung, auf die auch Joseph Goebbels vertraute, der meinte, eine Lüge müsse nur oft genug wiederholt werden, damit sie auch geglaubt würde“, meinte Kurt Pätzold zur Behauptung der Ausstellungsmacher, „dass in der DDR der Bodensatz des Antisemitismus erhalten“ geblieben sei.