
Schauplätze und Ereignisse
Klaus Behling
Reiseziele einer Region
Alter Preis 14.8 €, neuer Preis: 7.95 €

Schauplätze und Ereignisse
Christopher Görlich
Reiseziele einer Region
Alter Preis 18 €, neuer Preis: 9.95 €

Auf den Spuren der Hohenzollern
hrsg. von Raimund Hertzsch
Reiseziele einer Region
alter Preis 13 €, neuer Preis: 7.95 €

Auf den Spuren der Oranier.
hrsg. von Raimund Hertzsch
Reiseziele einer Region
alter Preis 10 €, neuer Preis: 4.95 €

Klaus-Martin Bresgott, Arnt Cobbers
Reiseziele einer Region
alter Preis 13 €, neuer Preis: 4.95 €

Direkte Demokratie, selbstbestimmte Steuern, Neutralität
hrsg. von Jürgen Elsässer, Matthias Erne
COMPACT
3. bearbeitete und ergänzte Auflage 2010,8.80 €

Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten
Lenni Brenner
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Sonderweg eines unverbesserlichen Volkes?
Domenico Losurdo hrsg. von Jürgen Elsässer
COMPACT
7.50 €

Politisch unkorrekte Streifzüge durch die Geschichte der Deutschen
Jan von Flocken
Kulturgeschichte
9.90 €

Fakten, Hintergründe, Probleme
Siegfried Prokop
COMPACT
7.50 €

Über Zivilcourage in der DDR
Marco Hecht, Gerald Praschl
Zeit- und Militärgeschichte
9.90 €
Startseite > Gesamtverzeichnis > Reiseziele einer Region > Die 68er in Berlin.
Die 68er in Berlin.
von Christopher Görlich
Schauplätze und Ereignisse
385 Seiten, Hardcover mit vielen großformatigen Fotos, 2002
Reiseziele einer Region Band 4, Alter Preis 18 €, neuer Preis: 9.95 €
Bestell-Nr. 05004![]()
"Immer
drängender taucht die bange Frage auf:
Ist Springer bereits enteignet?
Es wäre ein nicht wegzudenkender Verlust."
Dieter Hildebrandt
![]() 1956 - DDR am Scheideweg | ![]() Hofgeschichte(n) | ![]() Berlin im Kalten Krieg |
"Am 2. Juni 1967 wurde der Student Benno Ohnesorg im Hofe des Hauses Krumme Str. 66 während
einer Demonstration gegen den tyrannischen Schah von einem Polizisten erschossen.
Sein Tod war ein Signal für die beginnende studentische und außerparlamentarische
Bewegung, die ihren Protest gegen Ausbeutung und Unterdrückung besonders
in den Ländern der Dritten Welt mit dem Kampf um radikale Demokratisierung
im eigenen Land verband."
Inschrift auf dem Sockel der Plastik von Hrdlicka "Der Tod eines Demonstranten"
vor der Deutschen Oper Berlin
Vorliegender Band führt zurück an die Schauplätze jener Zeit, in der die so bewegten Studenten die Stadt ein ums andere Mal "durcheinander" brachten. Die heute so benannte 68er Bewegung war damals die erste Generation, die nach dem Krieg in der Bundesrepublik aufwuchs. Geprägt durch das "Wirtschaftswunder", konfrontiert mit den sehr engen Moralvorstellungen jener Zeit, erschüttert durch die SPIEGEL-Affäre, entwickelte sich in den 60er Jahren vorwiegend unter den Studenten latent ein Protestpotential, welches nur irgendeines Anlasses bedurfte.
Die Protagonisten auf beiden Seiten sind schnell benannt, hier Rudi Dutschke
dort Axel Cäsar Springer. Dann waren da noch die Jubelperser und Benno
Ohnesorg. Einer hetzte und die anderen demonstrierten. So gab es die berüchtigten
Pro-Amerika-Demonstrationen einerseits und die gegen den Vietnamkrieg andererseits.
Es schrieb der Tagesspiegel am 6. Februar 1966 "Viele Berliner lachten vom Straßenrand her die Demonstranten aus oder tippten sich bezeichnend an die Stirn". Und der Regierende Bürgermeister entschuldigte sich beim amerikanischen Stadtkommandanten John F. Franklin. Der Regierende war damals Willy Brandt.
Der junge Autor Christopher Görlich, Jahrgang 78, beschreibt sehr anschaulich die Zustände und Ereignisse in dieser Stadt in den Jahren 1965 bis 1968 aus der Sicht des "Danachgeborenen". Man wird bei ihm daher den unverstellten Blick finden, dessen, der später erst diesem Faszinosum "68er" erlegen war, der kritisch hinterfragt und analysiert. So ist es ein ganz anderes Buch über jene Jahre in Berlin geworden.
Görlich kommt zu dem Schluß:
"Die Studentenbewegung war eine Protestbewegung. Sie war insofern nicht
revolutionär. Resigniert zogen sich ihre Mitstreiter deshalb zurück.
Manche wollten die Veränderung nun herbeibomben, sie griffen zu den Waffen.
... Andere traten den ´langen Marsch durch die Institutionen` an. ...
Nun hatten die Rebellen von einst die Möglichkeit, etwas zu verändern,
Politik nach ihren Wünschen zu gestalten. Doch viele nutzten die Möglichkeiten
nicht mehr."
Und schlussendlich heißt es bei ihm: "Aus dem ´Kampf gegen
den Imperialismus` wurde die ´uneingeschränkte Solidarität`.
Der ´Marsch durch die Institutionen` wurde zu einem ´Marsch
in die Institutionen`". Die ehemaligen Studenten waren endgültig
in der Bundesrepublik angekommen. Aber die Bundesrepublik war ein bißchen
liberaler und toleranter geworden."