
Vom Kosovokrieg bis heute
Zivojin Dacic
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Augenzeugenberichte über den Serbozid im „Unabhängigen Staat Kroatien“ 1941 – 1945
Djuro Zatezalo hrsg. von Vladimir Umeljić
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Karl Heinz Schulmeister
Zeit- und Militärgeschichte
19.90 €

Erich Buchholz
Zeit- und Militärgeschichte
149.00 €

1990 bis 1996
Zivojin Dacic
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Direkte Demokratie, selbstbestimmte Steuern, Neutralität
hrsg. von Jürgen Elsässer, Matthias Erne
COMPACT
3. bearbeitete und ergänzte Auflage 2010,8.80 €

Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten
Lenni Brenner
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Sonderweg eines unverbesserlichen Volkes?
Domenico Losurdo hrsg. von Jürgen Elsässer
COMPACT
7.50 €

Politisch unkorrekte Streifzüge durch die Geschichte der Deutschen
Jan von Flocken
Kulturgeschichte
9.90 €

Fakten, Hintergründe, Probleme
Siegfried Prokop
COMPACT
7.50 €

Über Zivilcourage in der DDR
Marco Hecht, Gerald Praschl
Zeit- und Militärgeschichte
9.90 €
Startseite > Gesamtverzeichnis > Zeit- und Militärgeschichte > American Empire - No Thank You!
American Empire - No Thank You! ![]()
von Max Böhnel, Volker Lehmann
Andere Stimmen aus Amerika.
288 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2003
Zeit- und Militärgeschichte Band 10, alter Preis 18 €, neuer Preis: 4.95 €
Bestell-Nr. 08010
mit Beiträgen von: Noam Chomsky, Hisham Sharabi, Michael Hardt, Howard Zinn, Michael Walzer, Frances Fox Piven, William K. Tabb, William Hartung, Yifat Susskind, Ian Williams
Das Imperium Romanum der Antike, das Heilige Römische Reich
im Mittelalter, das Empire Napoleons: So unterschiedlich
sie auch waren, allen gemeinsam war das Schicksal des Unterganges. Haben
die Vereinigten Staaten von Amerika - ehemals begründet aus dreizehn
Kolonien des britischen Empires - diese Lektion gelernt? Befinden sich
die USA auf dem Weg zu einem neuen American Empire? Und
was ist hieran anders als die verblichenen Imperien europäischer
Prägung?
Die im vorliegenden
Band versammelten Beiträge zeichnen die Diskussionen nach, die sich
in den USA um die militärische Intervention im Irak entzündeten.
In Essays und Interviews äußern sich prominente Repräsentanten
der US-amerikanischen Linken kritisch zur gegenwärtigen Machtausübung
der Regierung von George W. Bush. Sie zeigen die Hintergründe und
Konsequenzen dieser Politik auf, sowohl im Verhältnis zu Old
Europe und seinen eigenen imperialen Ambitionen, als auch global.
Besondere Aufmerksamkeit wird den Kosten des Krieges und der politischen
Rechtswende nach dem 11. September 2001 innerhalb der USA geschenkt.
Entgegen
dem in Europa gerne gepflegten Vorurteil von Amerika als Land der fahnenschwingenden
Patrioten bietet dieser Band nuanciertere Einsichten. Denn im Land der
unbegrenzten Möglichkeiten besteht durchaus die Hoffnung auf eine
Umkehrbarkeit der politischen Verhältnisse. Auch dort sind viele
Menschen nicht einverstanden mit amerikanischem Hegemoniebestreben, militärischem
Unilateralismus und American Empire.
![]() Gesellschaft zerstören | ![]() Kanonen, Bomben und Durchwesung |
Andrian Kreye schrieb in Süddeutsche Zeitung am 13.11. 2003
American Empire entstand sicherlich aus einem Moment heraus, in
dem die amerikanische Linke in eine Schwächeposition gedrängt wurde,
aus der sie sich im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen langsam wieder
herausarbeitet. Als Dokument wird die Anthologie weit über die aktuellen
Ereignisse hinaus Gültigkeit behalten. Vor allem aber liefert sie einen
hervorragenden Ausgangspunkt, sich auch weiter mit den wichtigen Stimmen des
linken Amerika auseinander zu setzen.... zum Anfang
Tom Strohschneider schrieb in Neues Deutschland am 30.09. 2003
Vom Niveau der
jenseits des Großen Teichs geführten Debatten kann die deutsche
Linke - auch dank des Buches von Böhnel und Lehmann - durchaus noch etwas
lernen.... zum Anfang
Noam Chomsky analysiert die neue nationale Verteidigungsstrategie der USA,
die zu einer völkerrechtlich bedenklichen "Norm" des "Präventivkrieges"
führt. Außerdem widmet sich Chomsky dem Verhältnis zwischen
den USA und den europäischen Großmächten. Für ihn überwiegt
momentan eindeutig die amerikanische Dominanz gegenüber den europäischen
Systemverbündeten.
Hisham Sharabi wirft die wichtige Frage auf, wo sich die arabische Welt heute
befindet. Seiner Meinung nach könne die Emanzipation arabischer Gesellschaften
nur kollektiv und aus einer Position der Stärke gegenüber den
mächtigen Blöcken USA und Europa erfolgen.
Michael Hardt knüpft an seine gemeinsam mit Antonio Negri entworfene
Theorie von "Empire" an. Hardt sieht die augenblickliche unilateralistische
Politik der Bush-Regierung, die sich vor allem auf militärische Überlegenheit
stützt, zum Scheitern verurteilt. Denn langfristig könne kein
Land - auch die USA nicht - ein globales Herrschaftsprojekt alleine ausführen.
Howard Zinn blickt auf die amerikanische Geschichte zurück. Anhand der
Anti-Vietnamkriegsbewegung wird deutlich, wie hoch die Hürden für
gesellschaftliche Veränderungen in den USA sind, gleichzeitig jedoch
auch, dass diese in Zukunft möglich sind.
Michael Walzer erläutert, warum im Gegensatz zum US-Angriff auf Afghanistan
der Irakkrieg kein "gerechter Krieg" war, und warum der europäische
Pazifismus in seinen Augen die heutigen globalen Probleme nicht lösen
kann.
Frances Fox Piven schildert, wie die Summen für die Aufrüstung am
unteren Rand der amerikanischen Gesellschaft eingespart werden. Gleichzeitig
erklärt sie, inwieweit soziale Verantwortung ein Teil des amerikanischen
Gesellschaftsentwurfs ist und worin seine Unterschiede zum europäischen
Sozialstaatsmodell liegen.
William K. Tabb untersucht den militarisierten amerikanischen Neokonservatismus
in seinem Verhältnis zur Ideologie des wirtschaftlichen Neoliberalismus,
der die Globalisierung vorantrieb. In beiden Fällen wird laut Tabb
"Demokratie" zynisch zu einem Kampfbegriff deformiert, was merkwürdige
Allianzen hervorbringt.
William Hartung stellt den Waffengang im Irak in einen historischen Kontext
zu früheren Kriegseinsätzen der USA. Diese haben sich stets
als kostspieliger erwiesen als ursprünglich prognostiziert. Laut
Hartung ist die Verschleierung der wahren Irak-Kriegskosten Teil einer
langandauernden Aufrüstungsstrategie, welche die USA in eine krisenanfällige
Kriegswirtschaft zu befördern drohen.
Yifat Susskind beschreibt, wie der Begriff des American Empire mittlerweile
im Mainstream salonfähig geworden ist. Gleichzeitig verstößt
so eine Politik gegen das kollektive amerikanische Bewusstsein von Meinungsfreiheit
und Demokratie. Ihrer Meinung nach liegt in dieser Widersprüchlichkeit
die Chance, Menschen politisch zu mobilisieren, die sich an traditionellen
amerikanischen Werten orientieren.
Ian Williams diskutiert auf ebenso amüsante wie ernstzunehmende Weise, warum die
US-Regierung es beim Eindreschen auf Old Europe unterlassen hat, sich
mit dem ältesten, und sehr kriegsunwilligen Teil des Kontinents anzulegen:
der katholischen Kirche von Papst Johannes Paul II.
Max Böhnel und Volker Lehmann beschreiben, wie die Ingredienzien der augenblicklichen
amerikanischen Politik im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte in rechten
Kaderschmieden und Think Tanks vorbereitet wurden. Der Irak-Krieg, so
ihre These, war kein wirtschaftlich motivierter, sondern vor allem ein
ideologisch-politischer Feldzug.