

Hintergründe, Widersprüche, Vertuschungen
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Die soziale Schicht der Intelligenz der SBZ/DDR von 1945-1955
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Im Fadenkreuz: Kuba ![]()
von Horst Schäfer
Der lange Krieg gegen die Perle der Antillen - Mit Geheimdokumenten aus US-Archiven belegt.
324 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2005
2. überarbeitete Nachauflage Auflage
Zeit- und Militärgeschichte Band 18, 18.00 €
auch verfügbar als: Taschenbuchausgabe
Kritik sollte niemals die Tatsache ignorieren, dass Kubas wichtigster Beitrag für die Welt darin besteht, den lebendigen Beweis dafür zu liefern, dass es möglich ist, Armut, Krankheiten und Analphabetismus in einem Land zu besiegen, das mit allen dreien mehr als vertraut war. Das ist ein ziemlich großer Nutzen. Und die Tatsache, dass es angesichts anhaltender Feindschaft eines zwanghaft besessenen Nachbarn erreicht wurde, macht alles umso erstaunlicher.
Brian Wilson, ehemaliger britischer Handelsminister, August 2003
Wir haben eine verfluchte Mörder-GmbH in der Karibik betrieben. |
US-Präsident Lyndon B. Johnson, 1971 |
Kommt jetzt Kuba dran? |
Las Vegas Mercury Juli 2004 |
Seit Castro sein Land vom korrupten und von den USA und der Mafia unterstützten Batista-Regime befreite, hat Washington eine Vielzahl von Methoden erprobt, ihn loszuwerden. Dazu gehörten von den Steuerzahlern finanzierte Mordversuche, Invasionen, Blockaden, Embargos, Drohungen mit nuklearer Auslöschung, Zerrüttung im Innern und biologischer Krieg.
Michael Moore, US-Dokumentarfilmer und Publizist, April 2004
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Ernst Schumacher schrieb in Das Parlament am 22.08. 2005
Im Visier: Der "Schurkenstaat" vor der Haustür
Schäfer bietet im Anhang seiner Recherche Faksimiles von Dokumenten,
auf die er sich stützt. Zu den politischen Analysten, denen er ebenfalls
das Wort gibt, gehört der Artikel "Warum die USA Kuba fürchten"
von Seumas Milne in der britischen Zeitung "The Guardian" vom 31.
Juli 2003. Milne kommt zum Schluss: "Die US-Feindschaft gegen Kuba kommt
nicht von seinen Mängeln auf dem Gebiet der Menschenrechte, sondern von
seinen sozialen und politischen Erfolgen sowie der Herausforderung, die seine
unbeugsame Unabhängigkeit den anderen Satellitenstaaten der USA und des
Westens demonstriert." zum Anfang
Wer Schäfers Recherche einseitig findet, muss freilich auch die Fakten
widerlegen, auf die sie sich stützt....
Ernst Schumacher schrieb in Freitag am 29.07. 2005
Schäfer war in den siebziger und achtziger Jahren für elf Jahre als Korrespondent der DDR-Nachrichtenagentur ADN in Washington akkreditiert. 1975 nahm er an den Anhörungen des Untersuchungsausschusses des Senats (Church-Ausschuß) zu US-Mordplanungen an ausländischen Führern teil. In der Einleitung zu diesem gemeinhin als "Mordreport" gekennzeichneten Bericht (Alleged Assassination Plots Involving Foreign Leaders; US-Government Printing Office, 1975) wurde festgestellt, dass die Beweise keinen Zweifel daran lassen, "dass die Vereinigten Staaten in mehrere Mord-Komplotte verwickelt waren", und zwar gegen Patrice Lumumba, Rafael Trujillo, Ngo Dinh Diem, das kubanische Führungstrio Fidel und Raul Castro und Che Guevara und den chilenischen General René Schneider.
Die Legitimation für diese Anschläge stellte die von 1955 bis 1970
offiziell gültige Direktive NSC 5412/2 des Nationalen Sicherheitsrates
der USA dar, durch die die CIA beauftragt wurde, "den internationalen
Kommunismus zu bekämpfen, zu reduzieren und zu diskreditieren".
Der Church-Ausschuss konnte (oder wollte) zwar keine Beweise erbringen, dass
die Präsidenten Dwight D. Eisenhower (1953-1961), John F. Kennedy (1961-1963),
Lyndon B. Johnson (1963-1969) und Richard Nixon (1969-1974) diese Mordpläne
an ausländischen Führern autorisiert hatten. Es wurde jedoch darauf
hingewiesen, dass nach dem Prinzip des "glaubhaften Dementis" (plausible
denial) verfahren wurde, wonach ein Präsident über bestimmte Verbrechen
wie angeordnete Morde deshalb nicht informiert sein muss, damit er sie auch
glaubhaft abstreiten könne. ... zum Anfang
Der Kampf gegen das sozialistische Kuba wird von den
Regierungen der USA seit Jahrzehnten mit verschiedenen Methoden geführt.
Dazu gehören Überfälle, Sabotageakte und Mordunternehmen
wie die Invasion in der Schweinebucht, die Operation Mongoose –
die direkt in die Raketenkrise führte - und die Anschläge auf
Fidel Castro. An Hand früher streng geheimer US-Regierungs-Dokumente
werden sie in diesem Buch belegt. Darin geht es auch um die enge Kumpanei
von CIA, Mafia und Konzernen wie dem Bacardi-Rum-Imperium sowie um exil-kubanische
Terroristen, die im Umfeld des Kennedy-Mordes auftauchen und oft enge
Kontakte ins Weiße Haus haben. Das war – und ist immer noch
– der verdeckte Krieg.
Eine andere Form der Gewalt gegen Kuba spielt sich vor aller Augen
und Ohren ab. Die Maßnahmen werden offen angekündigt und
mit Gesetzen gerechtfertigt. Sie werden vom US-Kongress beschlossen
oder als präsidiale Verordnungen – wie 2004 durch George
W. Bush – erlassen. Dieser Terror hatte und hat viel mit wirtschaftlicher
Erpressung zu tun. Das bedeutet: Embargo, völlige Einstellung des
Handels, Lieferungsstopp für Lebensmittel, Medikamente und andere
Produkte, zunehmender Druck auf Drittstaaten, Reisebeschränkungen,
totale Blockade.Die Begleitmusik für beide Arten des Terrors ist der psychologische
Krieg, die zunehmenden und immer raffinierter und auch brutaler werdenden
Destabilisierungskampagnen gegen Kuba aus dem Äther.
Mehr denn je ist die Perle der Antillen von der größten
Militärmacht der Erde bedroht, die seit 46 Jahren über die
11 Millionen Kubaner den Belagerungszustand verhängt hat.
Auszüge aus dem Vorwort zum Anfang
SPEZIAL zur ARD-Doku "Rendezvous mit dem Tod - Kennedy und Castro"