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erschienen am 10.03.15

EINHEIT im Geistigen?

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hrsg. von Siegfried Prokop, Dieter Zänker
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Zeit- und Militärgeschichte
2. überarbeitete und erweiterte Auflage 2012, 19.90 €


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Politisch unkorrekte Streifzüge durch die Geschichte der Deutschen

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Nr. 5

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Zeit- und Militärgeschichte

9.90 €


 Dieter Schiller: Überparteilich, nicht neutral im Kai Homilius Verlag - Startseite

Startseite > Gesamtverzeichnis > Zeit- und Militärgeschichte > Überparteilich, nicht neutral

Überparteilich, nicht neutral
von Dieter Schiller hrsg. von Siegfried Prokop, Dieter Zänker
Fragmente zur politischen Geschichte des „Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“,
300 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2009
Zeit- und Militärgeschichte Band 46, 19.90 €
Bestell-Nr. 08046
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Entstanden ist der Kulturbund als eine politische Organisation, freilich eine, die nicht parteipolitischen Zielen dienen sollte, sondern - so das ursprüngliche Konzept des Begründers Johannes R. Becher - eine „geistige Erneuerungsbewegung“[1] in allen Zonen Nachkriegsdeutschlands auslösen wollte. Denn nur wenige Deutsche hatten die militärische Niederlage im Frühjahr 1945 auch als eine Befreiung vom Nationalsozialismus erlebt. Mit der Gründung des „Kulturbunds zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“ im Sommer 1945 wurde ein überparteiliches Forum geschaffen, wo Wissenschaftler, Kirchenleute, Pädagogen, Publizisten und Künstler - also Intellektuelle verschiedenster Bereiche - Verständigung suchen konnten über Schuld, Verantwortung und Zukunftsaufgaben der Deutschen. Hier sprachen Widerständler und Emigranten miteinander, aber auch stille Opponenten und später sogar Mitläufer des Naziregimes wurden einbezogen in das zähe und manchmal auch recht einsame Bemühen um eine nationale Selbstkritik und Selbsterziehung.

In den ersten Jahren seines Bestehens galten im Kulturbund Demokratie, Sozialismus und Christentum noch als gleichrangige Leitbegriffe für eine „weltanschaulich-moralische Neugeburt unseres Volkes“.[2] Diese Pluralität der politischen Haltungen und der Weltsichten konnte er freilich nicht aufrechterhalten. Eingebunden in die politischen Strukturen des östlichen Staatswesens, engagiert gegen eine Wiederaufrüstung Westdeutschlands und für ein friedliebendes und demokratisches - d.h. ein neutralisiertes - einheitliches Deutschland, geriet auch der Kulturbund in die Schützengräben des Kalten Krieges.

Auszug aus diesem Buch

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Aus dem RÜCKENTEXT

„Kinder singen deutsch, Mütter sprechen deutsch. Ich bin überglücklich (...) Inmitten all der Ruinen ist doch unser Leben, unsere Heimat“, so Johannes R. Becher, um den es in diesem zweiten Band zur Geschichte des Kulturbundes vorwiegend gehen wird, im Jahr 1945, kurz nach seiner Rückkehr aus dem Exil nach Deutschland. Schon im Juni 1945 war Becher Mitbegründer des Kulturbundes als „einziger geistiger Erneuerungsbewegung“ in Deutschland.
Dass er im sowjetischen Exil auch den Eishauch der Stalin’schen Säuberungen zu spüren bekommen hatte, muss Becher für die spätere Zeit geprägt haben. Verstand sich der Kulturbund vor allen Dingen in der Anfangszeit als Sammelbecken aller demokratischen Kräfte in Gesamtdeutschland, geriet er zunehmend „in die Schützengräben des Kalten Krieges“. Der Kommunist Becher konnte sich den Avancen der SED nicht verschließen, verlor aber auf diesem Wege viele Mitstreiter. Trotzdem sollte der Dichter der DDR-Nationalhymne eine durchaus differenzierte Rolle als DDR-Kulturminister und Kulturbund-Präsident spielen, Hans Mayer schreibt in seinen Erinnerungen sogar, als Kulturminister sei Becher ein „Glücksfall“ gewesen, und bei dem amerikanischen Historiker Norman M. Naimark liest man, Becher sei entschlossen gewesen, den Bund von der Partei unabhängig zu halten und ihm eine eigene nationale, allen demokratischen Kräften der Gesellschaft, auch den Christdemokraten und parteilosen Intellektuellen, offen stehende Identität zu verleihen. Das war vor 1948.
Zutreffend, aber wenig schmeichelhaft wurde Becher später als „Kaisergeburtstagsdichter“ tituliert. Und an den Ereignissen vor allen Dingen im Herbst 1956  zerbrach Becher.
Becher war die tragische Figur jener Jahre.
Als Luise Rinser im Februar 1951 ihrem Freund Becher nahelegt, ihre gegenseitigen Beziehungen abzubrechen, mündet ihr nachdenkliches Abschiedswort in dem Satz: „Du bist zwar ein berühmter Mann, aber Du hast keine Macht“. Und damit hatte sie recht.

[1]   Manifest und Ansprachen von Bernhard Kellermann, Prof. Dr. Eduard Spranger, Prof. Dr. Schirmer, Paul Wegener, Pfarrer Lic. Otto Dilschneider, Prof. Vasmer, Johannes R. Becher gehalten bei der Gründungskundgebung des Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands am 4. Juli 1945 im Haus des Berliner Rundfunks. Berlin (1945), S. 2. - Johannes R. Becher: Publizistik III, 1946-1951 (Gesammelte Werke Band 17. Hrsg. vom Johannes-R.-Becher-Archiv der Akademie der Künste der DDR). Berlin und Weimar 1979, S. 94.

[2]    Johannes R. Becher: Publizistik II, 1939-1945. (Gesammelte Werke Band 16. Hrsg. vom Johannes-R.-Becher-Archiv der Akademie der Künste der DDR). Berlin und Weimar 1978, S.495/96.

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