

Hintergründe, Widersprüche, Vertuschungen
Guido Grandt
Zeit- und Militärgeschichte
19.90 €

Die soziale Schicht der Intelligenz der SBZ/DDR von 1945-1955
Siegfried Prokop hrsg. von Siegfried Prokop, Dieter Zänker
Zeit- und Militärgeschichte
19.90 €

Die Geschichte eines salonfähigen Rassismus
Alexander Dorin
Zeit- und Militärgeschichte
19.90 €

Jan Skala (1889-1945) - ein Sorbe in Deutschland
Peter Kroh
Zeit- und Militärgeschichte
19.90 €

Frank Welskop
Zeit- und Militärgeschichte
19.90 €

Direkte Demokratie, selbstbestimmte Steuern, Neutralität
Jürgen Elsässer, Matthias Erne hrsg. von Jürgen Elsässer, Matthias Erne
COMPACT
2. bearbeitete und ergänzte Auflage 2010,8.80 €

Jürgen Elsässer hrsg. von Jürgen Elsässer
COMPACT
7.50 €

Der NATO-Angriff auf Jugoslawien
Jürgen Elsässer
Zeit- und Militärgeschichte
2. Auflage 2008,12.80 €

Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten
Lenni Brenner
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Fakten, Hintergründe, Probleme
Siegfried Prokop
COMPACT
7.50 €

Jan von Flocken
Tatsachenreport
9.90 €
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11.3. - Der Amoklauf von Winnenden
von Guido Grandt
Hintergründe, Widersprüche, Vertuschungen
300 Seiten, Hardcover, 2010
Zeit- und Militärgeschichte Band 57, 19.90 €![]()
Der 11. März 2009 hat sich als eines der schrecklichsten Schul-Massaker der deutschen Geschichte in das Gedächtnis der Öffentlichkeit gebrannt
An diesem Tag stürmt der 17-jährige Tim K. in die Albertville-Realschule in Winnenden erschießt Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und einen Mitarbeiter der Psychiatrischen Klinik, nimmt sich eine Geisel und tötet in einem Autohaus in Wendlingen zwei weitere Menschen, bevor er selbst die Waffe gegen sich richtet. Insgesamt sterben siebzehn Menschen; fast genauso viele werden verletzt.
Dies ist die „offizielle“ Geschichte des Amoklaufs von Winnenden und Wendlingen nach den bislang veröffentlichten Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft und der Polizei.
Aber sie stimmt so nicht!
Das behauptet der Enthüllungsjournalist Guido Grandt nach intensiver Recherche, vielen „offiziellen“ und „inoffiziellen“ Gesprächen, der Auswertung von Fotos und Videos in seinem neuen Buch.
Anja Becker schrieb in H-Soz-u-Kult am 17.05. 2005
Angaben von Zeitzeugen sind eigentlich ein willkommener Beitrag für den Historiker, besonders dann, wenn andere Quellen nicht vorhanden oder nicht einsehbar sind. Leider nutzt Klaus Eichner diese Chance im vorliegenden Band nicht, sondern weicht mit seinem Co-Autor, Ernst Langrock, der laut Vorwort das Buchprojekt inspirierte, auf subjektive Wertungen aus. Eichner war bis 1990 in der Aufklärung des MfS (Hauptverwaltung A) tätig, zuletzt als „leitender Analytiker auf dem Fachgebiet amerikanische Geheimdienste“, wie der Umschlagtext verrät. 1997 veröffentlichte er als Mitautor „Headquarters Germany“ [1], einen Band über die Geheimdienste der USA in Deutschland während des Kalten Krieges. Langrock war als Chemiker in der DDR und in der UdSSR tätig. Seit 1992 arbeitet er als Publizist. Eichner trug den „Hauptanteil der Mühen“ (S. 14). Im Gegensatz zu „Headquarters Germany“, in dem Eichner Interna preisgibt, die historisch von Interesse sind, ist „Der Drahtzieher“, aus einer überschaubaren Zahl von Primärquellen zusammengeschrieben und mit kurzen Kommentaren von oft subjektivem Charakter versehen. Man vermisst eine ausformulierte These und Argumentation.
Von Anfang an kristallisieren sich Aussagen eher indirekt zwischen den Zeilen heraus. Das Buch stellt keine Biographie im herkömmlichen Sinne dar, sondern möchte eine laut Eichner und Langrock in Vernon Walters personifizierte amerikanische Staatsraison verdeutlichen. Die Einleitung beginnt fulminant mit einem Verweis auf James Bond Spionagefilme, denen immerhin in ihrer „rücksichtslosen und gewalttätigen Art“ ein „weitgehender“ Realitätsbezug zugebilligt wird. Kurz darauf wird Walters „beispielhaft“ als „einer der übelsten Vertreter der Geheimdienstzunft“ vorgestellt (S. 13). Doch statt einer Erklärung, wieso Walters als „übel“ gebrandmarkt wird, erläutert Langrock unmittelbar nach dieser Äußerung, warum er auf die Idee kam, mit Eichner dieses Buch zu schreiben. Walters wird von da an „problematisiert“. Der unkundige Leser tappt allerdings im Dunkeln, warum Walters den Unmut eines ehemaligen MfS-Kaders und eines DDR-Wissenschaftlers weckte. Im Kapitel 1 gibt es weitere Andeutungen: als Walters im April 1989 als Botschafter der USA nach Bonn geschickt wurde, gab Präsident George Bush, Sr., diesem die Worte „es wird ums Ganze gehen“ mit auf den Weg, so zitieren Eichner und Langrock Walters (S. 19). Ein weiteres Zitat von Walters präzisiert dieses „Ganze“ folgendermaßen: „Ich werde nicht geschickt, wenn ein Erfolg wahrscheinlich ist. Eine meiner Hauptaufgaben ist es, die letzte Ölung zu geben, kurz bevor der Patient stirbt.“ (S. 19). Da die Bundesrepublik zu diesem Zeitpunkt nicht im Sterben lag, es jedoch im Ostblock brodelte, so Eichner und Langrock, muss wohl ein anderes Land der „kranke Patient“ sein, der 1989 einer letzten Ölung bedurfte.
...zum Anfang
– warum wurden „Märchen“ betreffs Identifikation des Täters in die Welt gesetzt?
– handelte es sich um einen „wahllosen“ Amoklauf oder um „gezielte“ Exekutionen?
– stand Tim K. bei der Tatausführung unter dem Einfluss von Antidepressiva?
– beging Tim K. tatsächlich Selbstmord oder wurde er „hingerichtet“?
– warum wurden die „Liegepositionen“ seiner Leiche verändert?
– warum wurden die Opfer (scheinbar) nicht obduziert?
– warum erkannte die Polizei Tim K. als Täter nicht?
– gab es einen „zweiten“ Täter?
– warum wurde nach dem Tod von Tim K. ein Polizeieinsatz nach einem weiteren Täter verschwiegen?
– ist Jörg K., der Vater des Amokläufers, gegen den jetzt ein Gerichtsverfahren ansteht, nur ein „Bauernopfer“?
– und viele weitere Fragen…
Nach diesem Buch muss die Geschichte vom Amoklauf von Winnenden neu geschrieben werden.
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