

So retten wir unsere Welt!
Lester Russell Brown
Globale Analysen
19.90 €

Die Ideologie von der humanitären Intervention als Rechtfertigung für imperialistische Kriege
Jean Bricmont
Globale Analysen
14.80 €

Warum die Medien aalglatte Politiker und Kriegstreiber lieben
Amy Goodman, David Goodman
Globale Analysen
19.90 €

So retten wir die Welt!
Lester Russell Brown
Globale Analysen
14.80 €

Der Irak und die globale US-Politik
Larry Everest
Globale Analysen
22.00 €

Direkte Demokratie, selbstbestimmte Steuern, Neutralität
Jürgen Elsässer, Matthias Erne hrsg. von Jürgen Elsässer, Matthias Erne
COMPACT
2. bearbeitete und ergänzte Auflage 2010,8.80 €

Jürgen Elsässer hrsg. von Jürgen Elsässer
COMPACT
7.50 €

Der NATO-Angriff auf Jugoslawien
Jürgen Elsässer
Zeit- und Militärgeschichte
2. Auflage 2008,12.80 €

Über die unheimliche Zusammenarbeit von Faschisten und Zionisten
Lenni Brenner
Zeit- und Militärgeschichte
24.80 €

Fakten, Hintergründe, Probleme
Siegfried Prokop
COMPACT
7.50 €

Jan von Flocken
Tatsachenreport
9.90 €
Startseite > Gesamtverzeichnis > Globale Analysen > Kriege zur Neuordnung der Welt
Kriege zur Neuordnung der Welt ![]()
hrsg. von Wolfgang Scheler, Ernst Woit
304 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 2004
Globale Analysen Band 2, 24.80 €
mit Beiträgen von: Erhard Crome, Hans-Werner Deim, Hermann Hagena, Joachim Klopfer, Gerhard Kümmel, Rolf Lehmann, Wolfgang Scheler, Gregor Schirmer, Arnold Schölzel, Ernst Woit
Die spezifische Sicht der meisten Autoren dieses Bandes auf die neueren Kriege und ihre gesellschaftlichen Bedingtheit verrät schon der Titel.
Unter den vielfältigen Kriegen, die in der letzten Zeit stattgefunden haben, werden jene einer näheren Betrachtung unterzogen, die wir für charakteristisch halten, weil sie uns als bestimmend für
das Kriegsgeschehen in der neu entstehenden Weltordnung erscheinen: Kriege
zur Neuordnung der Welt.
Zu dieser Ansicht jedenfalls gelangten die meisten Autoren des Buches im Ergebnis eines
Kolloquiums, auf dem sie unter dem sehr weitgreifenden Titel Kriege des
21. Jahrhunderts ihre analytischen Gedanken über die verschiedenen Aspekte der jüngsten Kriege und über die absehbaren Perspektiven des Krieges vorstellten und diskutierten.
Einige der Autoren verbindet eine langjährige gemeinsame wissenschaftliche Arbeit in
der Dresdner Studiengemeinschaft Sicherheitspolitik. Weitere Autoren gehören
der Rosa-Luxemburg-Stiftung - Gesellschaftsanalyse und politische Bildung und ihrem Umkreis sowie dem Arbeitskreis Militär und Sozialwissenschaften an.
![]() Terrorismus für Humanität | ![]() Von der Katjuscha zur Kursk | ![]() Bomben auf Bagdad | ![]() Das Schweigekartell | ![]() Konflikte und Konfliktlösungen |
Horst Schneider schrieb in Rotfuchs am 01.09. 2003
Niemals empört
etwas mehr als die Ungerechtigkeit. Alle anderen Übel, die wir ausstehen,
sind nichts dagegen. Der Leser des neuen Buches über die Siegerjustiz,
der ja auch Zeitzeuge der dargestellten Vorgänge ist, könnte meinen,
schon Immanuel Kant habe das Urteil über das Wirken der BRD-Justiz nach
1990 im Beitrittsgebiet gefällt. Es handelt davon, mit welchem
reaktionären Ziel und welchen rechtswidrigen juristischen Konstruktionen
die Delegitimierung der DDR erfolgte, die fürchterliche Konsequenzen
für Tausende Menschen hatte. Sie war vom damaligen Justizminister Klaus
Kinkel unabhängigen Richtern verordnet worden und fußte
auf dem Konstrukt, daß die Hallstein-Doktrin ihre Gültigkeit nie
verloren habe. Das einheitlich Deutschland, von dem ein gewisser Teil
durch eine Verbrecherbande besetzt war, sei nie aufgehoben worden. Enno
von Loewenstern, der seine Erfindung auf dem Ersten Forum des Bundesjustizministers
am 9. Juli 1991 vorstellte, verkündete, es habe selbstverständlich
auch ein einheitliches deutsches Recht gegeben und auf die Verbrecher
gewartet. So schwärmten Richter und Staatsanwälte sofort in
der annektierten DDR aus, um Recht zu sprechen.... zum Anfang
Tom Strohschneider schrieb in Neues Deutschland am 30.09. 2003
Vom Niveau der
jenseits des Großen Teichs geführten Debatten kann die deutsche
Linke - auch dank des Buches von Böhnel und Lehmann - durchaus noch etwas
lernen.... zum Anfang
"Es hat sich viel verändert, seitdem nicht mehr zwei Weltsysteme miteinander
konkurrieren und das eine dabei ist, die Gesellschaften nun weltweit seinem
Gesetz zu unterwerfen. Gravierende Veränderungen sind in der Weltordnung
und im System der internationalen Sicherheit im Gange. Davon ist auch
der Krieg betroffen. Ganz offensichtlich wandelt sich die Rolle, die Krieg
in der Staatenwelt spielt. Das neue Zeitalter macht sich sogleich bemerkbar
mit neuen Kriegen. Noch reicht die historisch kurze Zeitspanne von eineinhalb
Jahrzehnten nicht aus, um das Besondere der historischen Epoche, in die
wir eingetreten sind, auf den Begriff zu bringen. Mangels positiver Bestimmung
hilft man sich noch immer mit der Unterscheidung zur vorangegangenen und
nennt sie Ära nach dem Kalten Krieg.
Das ist sicher auch
der Ausgangspunkt, wenn man die Kriege verstehen will, die seither stattfinden
und, was noch wichtiger ist, wenn man erkennen will, welche im Schoße
einer von der neuen Ära geprägten Weltgesellschaft entstehen
können. Es kann deshalb nicht verwundern, dass eigentlich alle, die
sich mit der Analyse des Krieges in der neuen Ära beschäftigen,
das Spezifische der neueren Kriege aus dem Unterschied zu den wirklichen
und möglichen Kriegen der vorangegangenen Zeit ableiten.
Was sich an den Bedingungen des Krieges verändert hat, hängt nicht nur damit zusammen, dass
anstelle des bipolaren Systems internationaler Sicherheit ein anderes,
ein monopolares oder multipolares Sicherheitssystem im Entstehen begriffen
ist.
Vielmehr kann der Krieg immer nur aus dem gesamten gesellschaftlichen
Beziehungsgefüge erklärt werden, dem er angehört und aus
dem er hervorgeht. Das vor allem macht die Sache schwierig. Nicht nur, weil das hochkomplexe und äußerst dynamische System der heutigen Gesellschaft es dem erkennenden Subjekt sehr schwer macht, seine Natur
und die treibenden Kräfte seiner Bewegung zu verstehen.
Komplizierend kommt hinzu, dass die mächtigen Interessengruppen und Staaten, gerade
wenn es um eine solche ernste Sache wie den Krieg geht, die Motive und Absichten ihres politischen Handelns mit falschen Namen belegen und hinter Mythen verbergen.
Nicht vergessen werden darf auch, dass mit den wachsenden produktiven Fähigkeiten des Menschen zugleich auch seine destruktiven Fähigkeiten wachsen. Auch von daher wandelt sich der Krieg und kann
zu einer existenziellen Bedrohung für die menschliche Gesellschaft werden..."
Ernst Woit, Wolfgang Scheler:
I Vorwort
Arnold Schözel :
II Neue alte Kriege – Imperialismus heute und die Stellung der USA in der Welt
Wolfgang Scheler:
III Neue Weltordnungskriege und die alte Frage nach dem Wesen des Krieges
Gregor Schirmer:
IV Ius ad bellum oder „altes“ Friedensvölkerrecht?
Ernst Woit:
V Zur Strategie und Ideologie der Rechtfertigung imperialistischer Kriege seit dem Ende des
Kalten Krieges
Hans–Werner Deim:
VI Kriegstheoriekrise, verstärkte Kriegspraxis und Blitzkriegsstrategie der USA für das 21. Jahrhundert
Hermann Hagena:
VII Kriege im 21. Jahrhundert – an der Schwelle zum „Space War“?
Joachim Klopfer, Rolf Lehmann:
VIII Der Charakter von Kriegen und bewaffneten Konflikten der nächsten Jahrzehnte aus russischer Sicht
Ernst Woit:
IX Asymmetrie der Kriegführung – typisch für Kolonialkriege
Gerhard Kümmel:
X Die Waffe bin ich. Zum Phänomen des Selbstmord – Attentäters
Erhard Crome:
XI Die Bewegung der Sozialforen und die Grenzen einer imperialen Weltordnung
Ernst Woit:
XII „Terrorismus“
Anhang
Register
zum Anfang